Nach zähen Verhandlungen und anhaltender Kritik an steigenden Kosten haben sich kommunale Spitzenverbände, Veranstaltervertretungen und die GEMA auf einen neuen Tarif für die Musiknutzung auf Weihnachtsmärkten geeinigt. Der Kompromiss tritt bereits zur kommenden Weihnachtssaison in Kraft und gilt zunächst für vier Jahre.
Deutliche Kostenentlastung für Veranstalter
Die GEMA bestätigte, dass die Vergütungssätze für die öffentliche Wiedergabe von Musik auf Weihnachtsmärkten um 35 Prozent gesenkt werden. Diese Reduzierung soll vor allem kleineren und mittleren Veranstaltern zugutekommen, die sich in den vergangenen Jahren durch die stark gestiegenen Gebühren finanziell überfordert sahen.
Ein Konflikt mit Tradition
Die Auseinandersetzungen zwischen der GEMA und den Marktbetreibern hatten in den letzten Jahren zu heftigen Debatten geführt. Viele Kommunen hielten die geforderten Lizenzkosten für überzogen und nicht im Verhältnis zu den erzielten Einnahmen. Manche Städte dachten sogar darüber nach, Musik gänzlich zu streichen oder die Dauer ihrer Märkte zu verkürzen – mit der Gefahr, die Attraktivität traditioneller Weihnachtsmärkte erheblich zu schmälern.
Die GEMA betonte hingegen ihre gesetzliche Aufgabe: die Rechte von Komponisten, Textdichtern und Verlegern zu wahren. Die Einnahmen aus den Lizenzgebühren fließen unmittelbar an die Urheber, deren Werke für die festliche Stimmung auf den Märkten sorgen.
Ein fairer Kompromiss
Mit der nun erzielten Einigung sehen beide Seiten ihre Interessen berücksichtigt. Die Veranstalter gewinnen Planungssicherheit und finanzielle Entlastung, während die Musikschaffenden weiterhin eine angemessene Vergütung erhalten. Die Reduzierung um mehr als ein Drittel soll dabei den nötigen Spielraum schaffen, ohne die Einkünfte der Urheber unverhältnismäßig zu kürzen.
Planungssicherheit für die kommenden Jahre
Die Laufzeit des neuen Tarifs ist auf vier Jahre begrenzt. Danach soll überprüft werden, ob Anpassungen erforderlich sind. Für die kommenden Saisons können die Märkte jedoch mit stabilen und kalkulierbaren Lizenzkosten planen – ein wichtiger Faktor angesichts gestiegener Ausgaben für Energie, Sicherheit und Infrastruktur.
Auswirkungen für alle Beteiligten
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Veranstalter: spürbare Kostensenkung, mehr finanzieller Spielraum, Sicherung auch kleinerer Märkte.
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Besucherinnen und Besucher: keine Einschränkungen bei der musikalischen Untermalung, die als zentrales Element der festlichen Atmosphäre erhalten bleibt.
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Musikschaffende: weiterhin verlässliche Einnahmen aus Lizenzen, angepasst an die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Veranstalter.
Fazit
Mit der Tarifsenkung endet ein jahrelanger Streit, der die Existenz vieler Weihnachtsmärkte bedrohte. Der gefundene Kompromiss bringt Entlastung für die Veranstalter, Sicherheit für die Urheber und garantiert den Besucherinnen und Besuchern die gewohnt stimmungsvolle Atmosphäre. Damit wurde ein Gleichgewicht geschaffen, das sowohl Tradition als auch wirtschaftliche Realität berücksichtigt.
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