Politik

Dummer Johnson

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
Teilen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich bei der Finanzierung der Renovierungsarbeiten in seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street laut einem Untersuchungsbericht „unklug“ verhalten – aber nicht gegen den Verhaltenskodex verstoßen. Der von der Regierung in Auftrag gegebene Bericht über die Erklärungen britischer Kabinettsmitglieder zu Interessenkonflikten wurde gestern veröffentlicht.

Der Premier habe sich nicht darum gekümmert, wie die Renovierung bezahlt wird, urteilte Gutachter Christopher Geidt. Ein Interessenkonflikt oder ein Verstoß gegen die Vorschriften sei ihm aber nicht vorzuwerfen.

Der konservative Premier war vor einigen Wochen in Erklärungsnot geraten, weil die Kosten der Luxusrenovierung wie auch deren Finanzierung vielen Briten übel aufgestoßen waren.

Britische Regierungschefs dürfen jährlich bis zu 30.000 Pfund (35.000 Euro) an öffentlichen Geldern für Renovierungsarbeiten an ihrer Dienstwohnung beanspruchen. Im Falle Johnsons soll der Umbau aber Berichten zufolge bis zu 200.000 Pfund gekostet haben.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Politik

Eine Weltordnung ohne Amerika? Wie Trumps Politik die globale Balance verschiebt

Die internationale Ordnung, wie wir sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs...

Politik

Massive Kritik an Huckabees Äußerungen über Israels Ansprüche

Die Äußerungen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, über angebliche biblische Ansprüche...

Politik

Gefährdet eine Berlin–Rom-Achse den Green Deal der EU?

Als die Europäische Union 2019 den Green Deal beschloss und Klimaneutralität bis...

Politik

Globale Sicherheit am Scheideweg: Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026

In einer Welt, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und schwelenden Konflikten...