Mit über 200 km/h raste ein 25-jähriger Autofahrer am Dienstag auf regennasser Fahrbahn der Polizei davon – unter Drogeneinfluss und mit verbotenen Waffen an Bord. Die dramatische Flucht endete schließlich in Feldkirchen bei Graz, wo die Polizei das Fahrzeug samt Insassen auf einem Firmengelände aufspürte.
Was als routinemäßige Kontrolle begann, entwickelte sich binnen Sekunden zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd. Eine Streife der Fremden- und Grenzpolizei Ilz wollte gegen 10 Uhr Vormittag einen verdächtigen Pkw auf dem Rastplatz bei Laßnitzhöhe kontrollieren. Im Wagen saßen der slowakische Lenker sowie zwei 24-jährige Frauen – alle drei stammen aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Laut Polizei lagen bereits zu Beginn der Kontrolle Hinweise auf Suchtmittelkonsum bei allen Insassen vor.
Doch bevor die Beamten weitere Maßnahmen setzen konnten, gab der 25-Jährige plötzlich Gas. Er fuhr auf die Südautobahn (A2) in Richtung Graz auf – und beschleunigte auf der nassen Fahrbahn auf über 200 Stundenkilometer. Dabei brachte er zahlreiche Verkehrsteilnehmer in Gefahr, so die Polizei.
In Feldkirchen bei Graz verließ der Flüchtige die Autobahn und verursachte kurz darauf einen Verkehrsunfall mit Sachschaden. Ohne anzuhalten, setzte er die Fahrt fort – doch wenig später entdeckte die Polizei das gesuchte Fahrzeug auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Firmengeländes.
Waffen, Drogenutensilien und verdächtiges Werkzeug
Im Fahrzeug fanden die Beamten nicht nur die drei Insassen, sondern auch eine ganze Reihe verdächtiger Gegenstände. Darunter befanden sich ein Schlagring, ein Messer, eine Patrone sowie diverses Werkzeug und Utensilien für den Drogenkonsum. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.
Der Lenker wurde festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Seine beiden Beifahrerinnen wurden auf freiem Fuß angezeigt. Sie erwartet – wie auch der Lenker – eine Reihe von Anzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz, das Waffengesetz sowie wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit im Straßenverkehr.
Polizei ermittelt weiter
Die Ermittlungen dauern an. Noch unklar ist, woher die verbotenen Gegenstände stammen und ob die drei Personen mit weiteren Straftaten in Verbindung stehen. Die Polizei kündigte eine umfassende Prüfung der sichergestellten Utensilien und eine toxikologische Untersuchung der Insassen an.
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