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Drama in den Flammen: Viertes Todesopfer bei Waldbränden in Portugal

VitalyKobzun (CC0), Pixabay
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Die verheerenden Waldbrände auf der Iberischen Halbinsel fordern weiter Menschenleben. In Portugal ist ein Feuerwehrmann, der seit Dienstag mit schwersten Verbrennungen im Krankenhaus lag, nun gestorben. Der Mann war bei der Kleinstadt Sabugal im Osten des Landes im Einsatz, als er in den Flammen schwer verletzt wurde. Der staatliche Sender RTP bestätigte am Samstag seinen Tod – er ist bereits das vierte Todesopfer in Portugal in diesem August.

Gemeinsame Bilanz: Acht Tote in Portugal und Spanien
Zusammen mit den Opfern im benachbarten Spanien beläuft sich die Zahl der Todesopfer der jüngsten Brandserie inzwischen auf acht Menschen. Die Behörden warnen, dass die Gefahr noch längst nicht gebannt ist, da anhaltende Hitze, Trockenheit und starker Wind die Löscharbeiten erschweren.

Feuerwehr im Dauereinsatz
Allein am Samstag waren nach offiziellen Angaben rund 1.400 Feuerwehrleute unermüdlich im Einsatz. Unterstützt werden sie von Löschflugzeugen und Hubschraubern, die Wasser über die schwer zugänglichen Brandgebiete abwerfen. Besonders betroffen sind dünn besiedelte Regionen im Osten Portugals, wo Wälder und Buschland wie Zunder brennen.

Belastung für Menschen und Natur
Neben den Todesopfern gibt es zahlreiche Verletzte, darunter weitere Feuerwehrleute, die im Einsatz ihr Leben riskieren. Hunderte Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, ganze Dörfer wurden evakuiert. Auch für die Natur sind die Brände eine Katastrophe: Tausende Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen sind bereits den Flammen zum Opfer gefallen.

Ursachen und Ausblick
Die genauen Ursachen vieler Brände sind noch unklar, doch Behörden gehen von einer Mischung aus menschlichem Fehlverhalten und klimatischen Bedingungen aus. Die aktuelle Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad sowie extreme Trockenheit haben die Situation zusätzlich verschärft. Meteorologen hoffen auf Abkühlung und Regen in den kommenden Tagen – doch sicher ist das noch nicht.

Die Regierung in Lissabon würdigte die Opfer und sprach den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. „Unsere Feuerwehrleute leisten Übermenschliches, um Menschen, Tiere und Natur zu schützen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

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