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Doppelte Insolvenz im Tiernahrungssektor: Zwei Unternehmen aus Melle betroffen

geralt (CC0), Pixabay
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Gleich zwei miteinander verbundene Unternehmen aus der niedersächsischen Stadt Melle haben Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Osnabrück ordnete am 24. März 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Bunny Tierernährung GmbH (Az.: 60 IN 20/26) sowie die World of Pets Verwaltungs GmbH (Az.: 38 IN 13/26) an.

Beide Gesellschaften haben ihren Sitz in der Krukumer Straße 37 in Melle und werden von Geschäftsführer Oliver Petzoldt vertreten.

Für die Bunny Tierernährung GmbH wurde Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff (PLUTA Rechtsanwalts GmbH, Osnabrück) zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Im Verfahren der World of Pets Verwaltungs GmbH übernimmt Rechtsanwalt Marc Selker, ebenfalls von PLUTA, die vorläufige Verwaltung.

Das Gericht ordnete in beiden Fällen an, dass Verfügungen der Unternehmen nur noch mit Zustimmung der jeweiligen Insolvenzverwalter wirksam sind. Zudem wurden Schuldner aufgefordert, Zahlungen nur noch unter Beachtung der insolvenzrechtlichen Vorgaben zu leisten.

Geschäftstätigkeit: Tiernahrung und Unternehmensstruktur

Die Bunny Tierernährung GmbH war im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Tiernahrung tätig. Der Fokus lag typischerweise auf Heimtierfutter, insbesondere für Kleintiere wie Nager und Kaninchen – ein Marktsegment, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, aber auch zunehmendem Wettbewerbsdruck unterliegt.

Die World of Pets Verwaltungs GmbH fungierte hingegen als Verwaltungs- bzw. Holdinggesellschaft innerhalb der Unternehmensstruktur. Solche Gesellschaften übernehmen häufig organisatorische, finanzielle oder strategische Aufgaben für operative Einheiten wie die Bunny Tierernährung GmbH.

Die parallele Insolvenz beider Unternehmen deutet darauf hin, dass es sich um wirtschaftlich eng verbundene Gesellschaften handelt, deren finanzielle Schwierigkeiten miteinander verknüpft sind.

Ursachen derzeit noch offen

Offizielle Angaben zu den Gründen der Insolvenz liegen bislang nicht vor. In der Branche sehen sich Hersteller von Tiernahrung jedoch mit steigenden Rohstoff- und Energiekosten sowie wachsendem Preisdruck konfrontiert. Auch Veränderungen im Konsumverhalten und zunehmender Wettbewerb durch internationale Anbieter können die wirtschaftliche Lage belasten.

Wie es weitergeht

Die vorläufigen Insolvenzverwalter werden nun die wirtschaftliche Situation der Unternehmen prüfen. Ziel ist es festzustellen, ob eine Sanierung möglich ist oder ob eine Zerschlagung droht.

Für Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden bedeutet die Situation zunächst Unsicherheit. Insbesondere bei verbundenen Unternehmen hängt die Zukunft oft davon ab, ob ein tragfähiges Fortführungskonzept entwickelt werden kann.

 

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