Donald Trump tut wieder, was Donald Trump am besten kann: internationale Regeln ignorieren, Allianzen erschüttern – und dabei so tun, als würde er den Weltfrieden höchstpersönlich retten. Sein neuestes Projekt? Grönland. Nicht mieten. Nicht kaufen. Sondern nehmen.
„Ich habe acht Kriege PLUS gestoppt, also steht mir jetzt Grönland zu!“ – so oder so ähnlich lautete Trumps Nachricht an Norwegens Premier Jonas Gahr Støre. Der eigentliche Affront? Norwegen hat ihm trotzdem keinen Friedensnobelpreis verliehen – sondern frecherweise der venezolanischen Opposition. Unverzeihlich, findet Trump.
„Ich fühle mich nun nicht mehr verpflichtet, an Frieden zu denken.“
Was folgt, ist geopolitisches Muskelspiel à la Trump: NATO? Überschätzt. UNO? Überflüssig. Internationale Gesetze? Nur für Verlierer. Stattdessen gibt’s „America First“ in der Arktis – mit dem Slogan: „Wir müssen Grönland haben.“ Nicht etwa wegen Mineralien, Klima oder den Eisbären – nein, weil es „strategisch“ ist. Und weil es auf der Karte so schön unter Kanada liegt. Und Kanada ist ja bekanntlich… nächster Halt?
Die Donroe-Doktrin
Früher hieß es „Monroe-Doktrin“, heute ist es die „Donroe-Doktrin“: Was in der westlichen Hemisphäre liegt, gehört in Trumps Augen den USA. Punkt. Dänemark und Europa sehen das erwartungsgemäß anders. Macron nennt es „eine Welt ohne Regeln“. Die EU bereitet Strafzölle vor. Großbritannien schweigt höflich – man möchte sich schließlich nicht das Trump-Tee-Date verscherzen.
NATO? Nur noch mit Bauchweh
Trump hatte bereits im Wahlkampf betont, die NATO sei „nicht gefürchtet“. Und wer nicht gefürchtet wird, ist in seinen Augen überflüssig. Dass Trump in privaten Nachrichten von europäischen Politikern als „Daddy“ bezeichnet wird (ja, wirklich) – hilft da auch nicht mehr.
Was will Trump wirklich?
Sein Außenminister Marco Rubio beteuert, Trump wolle Grönland kaufen – nicht erobern. Gleichzeitig verbreitet Trump Karten, auf denen Kanada und Grönland bereits mit Sternenbanner überzogen sind. Seine Fans feiern ihn als Macher. Kritiker bezeichnen seine Außenpolitik als „Mafia-Logik in Präsidentenform“.
Trump selbst? Er sagt, „nur mein Verstand kann mich aufhalten.“ Für viele in Europa ein beängstigender Gedanke.
Fazit:
Was tun, wenn ein Mann mit einem Ego größer als Texas plötzlich auf einem Eisblock in der Arktis den nächsten US-Bundesstaat gründen will? Europas Staatschefs setzen auf Diplomatie – und hoffen insgeheim, dass sich Trump doch noch in Kanada verirrt. Oder wenigstens das Ladegerät seines Handys verliert.
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