„Präsident Trump entfacht pure Risikoaversion“, erklärt Chefökonom Jose Torres mit steinerner Miene. Dabei könnte man fast meinen, der Mann habe eben selbst Milliarden versenkt.
Was ist passiert? Trump kündigte für den kommenden November saftige 100 %-Zölle auf chinesische Produkte an – als Retourkutsche auf Pekings Exportbeschränkungen für Seltene Erden. Und obendrauf stellte er das geplante Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea kurzerhand in Frage. Diplomatie à la Trump eben: erst drohen, dann doppeln.
📉 Börsen wie vom Blitz getroffen
Die Anleger reagierten panisch wie auf einen Stromschlag. Der Dow Jones verlor satte 1,9 %, der S&P 500 sackte um 2,7 %, und die Tech-lastige Nasdaq rauschte um ganze 3,6 % in den Keller – ironischerweise, nachdem sie noch kurz zuvor neue Höhen erklommen hatte.
„Trump hat den roten Knopf der Risikoaversion gedrückt“, so Jose Torres, dessen Telefon an diesem Tag wohl geglüht hat.
💵 Dollar, Öl & Gold im Chaos-Karussell
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Der Dollar wurde förmlich abverkauft – der Dollar-Index verlor 0,6 %, Investoren flüchteten in Euro und Yen.
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Der Ölpreis gab um fast 4 % nach – ein drohender Handelskrieg ist für die Weltkonjunktur eben so beflügelnd wie ein Sandsturm beim Picknick.
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Der Goldpreis stieg – denn wo Trump ist, ist Unsicherheit. Und Unsicherheit glänzt im Edelmetallton: über 4.000 Dollar die Feinunze.
🔍 Was sonst so rappelt an der Wall Street:
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Applied Digital: Quartalszahlen gut, KI-Kundenvertrag top – +16,1 %
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Qualcomm: Ärger mit China wegen einer Übernahme – -7,3 %
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Venture Global: Klatsche von BP vor Gericht – -24,9 %
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Levi’s: Gute Zahlen, aber miese Aussichten – -12,6 %
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Lockheed Martin: Dividende rauf, Aktienrückkauf angekündigt – fast unbeeindruckt mit -0,5 %
⚠️ Und was macht die Fed?
Die Währungshüter geben sich uneins:
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Der eine will keine Zinssenkung,
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der andere flirtet schon mit der nächsten.
Die Märkte wetten trotzdem: Eine Senkung um 25 Basispunkte kommt – mit oder ohne Trump’sche Zolldiplomatie.
🧨 Fazit:
Trump zieht an der Zollschraube – und Wall Street kriegt Zahnschmerzen.
Zwischen Handelskrieg, Goldrausch und Öl-Kater wird deutlich: Wenn Trump „America First“ ruft, zittern nicht nur die Chinesen – sondern auch die Trader.
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