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Pexels (CC0), Pixabay
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Bob Iger, der Vorstandsvorsitzende von Disney, hat seine Führungsposition im Unternehmen gefestigt, indem er eine Herausforderung durch einen milliardenschweren Investor erfolgreich abgewehrt hat. Auf der jüngsten Hauptversammlung von Disney stimmten die Aktionäre gegen den Versuch von Finanzinvestor Nelson Peltz, seinen Einfluss auf die Unternehmensstrategie von Disney zu verstärken. Weder Peltz noch ein anderer von ihm vorgeschlagener Kandidat wurden in den Vorstand von Disney gewählt, wie das Unternehmen bekannt gab.

Trian, das von Peltz geleitete Investmentunternehmen, besitzt eine Disney-Beteiligung im Wert von etwa 3,5 Milliarden Dollar. Peltz hatte Disney insbesondere wegen der hohen Verluste im Bereich des Streaminggeschäfts und der Entwicklung der Aktienkurse kritisiert. Er warf Iger auch vor, zu lange die Führung des Konzerns innehaben zu wollen. Trotz seines Optimismus in den Wochen vor der Abstimmung konnte Peltz nicht genügend Unterstützung mobilisieren, während Iger es schaffte, bedeutende Großaktionäre, darunter Nachfahren der Disney-Familie und George Lucas, den Schöpfer von „Star Wars“, für sich zu gewinnen.

Nachdem er bereits in den Ruhestand getreten war, kehrte der 73-jährige Iger im Herbst 2022 als CEO zurück, um seinen erfolglosen Nachfolger Bob Chapek zu ersetzen. Sein derzeitiger Vertrag läuft bis 2026. Iger steht vor der Herausforderung, den Streamingdienst Disney+ profitabel zu gestalten und den Konzern durch die rückläufigen Werbeeinnahmen im US-Kabelgeschäft sowie die ungewisse Zukunft des Kino-Marktes zu steuern. Er hat bereits Einsparungen von etwa 7,5 Milliarden Dollar vorgenommen und rund 8.000 Stellen abgebaut.

Peltz übte auch Kritik an Disneys kreativer Ausrichtung unter Iger, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, Filme mit ausschließlich weiblichen Hauptfiguren im Marvel-Universum oder solche mit ausschließlich schwarzen Schauspielern zu produzieren. Peltz ist dafür bekannt, in Unternehmen zu investieren und anschließend auf Änderungen in der Unternehmensführung zu drängen.

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