Die europäischen Finanzaufsichtsbehörden warnen eindringlich vor einer neuen Generation von Betrugsmaschen, die auf der Kombination aus Künstlicher Intelligenz und Kryptowerten basiert. Fortschrittliche Technologien ermöglichen es Kriminellen zunehmend, täuschend echte Inhalte zu erzeugen, automatisierte Kontaktstrategien zu nutzen und Anlegerinnen und Anleger gezielt mit scheinbar seriösen Investmentangeboten anzusprechen.
Um Verbraucherinnen und Verbraucher besser zu schützen, haben die nationalen Aufsichtsbehörden gemeinsam mit den europäischen Institutionen European Banking Authority (EBA), European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) und European Securities and Markets Authority (ESMA) zwei interaktive Informationsblätter veröffentlicht. Diese erläutern detailliert die aktuell häufigsten Betrugsstrategien – von manipulierten Online-Handelsplattformen über Deepfake-Videos angeblicher Finanzexperten bis hin zu automatisierten Nachrichten, die gezielt zu schnellen Investitionsentscheidungen drängen.
Neben der Analyse typischer Betrugsformen enthalten die Materialien auch praxisnahe Handlungsempfehlungen. Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren, welche Warnsignale auf unseriöse Angebote hinweisen, wie sie Anbieter überprüfen können und welche Schritte im Verdachtsfall zu unternehmen sind. Ziel ist es, die Sensibilität für digitale Betrugsrisiken zu erhöhen und Anlegerinnen und Anleger in die Lage zu versetzen, Risiken frühzeitig zu erkennen.
Die Initiative knüpft an frühere Warnungen der Aufsichtsbehörden an. Erst Ende 2025 hatten sie ihre Hinweise zu Kryptoinvestments aktualisiert und zusätzliche Informationsangebote bereitgestellt. Auch im aktuellen Risikobericht „Risiken im Fokus 2026“ bewertet die BaFin Investitionen in Kryptowerte ausdrücklich als eines der zentralen Verbraucherrisiken – nicht nur wegen ihrer hohen Volatilität, sondern auch aufgrund der zunehmenden Professionalisierung organisierter Anlagebetrugsstrukturen.
Die Botschaft der Aufsichtsbehörden ist eindeutig: Mit der rasanten technologischen Entwicklung steigen auch die Möglichkeiten für Betrüger. Umso wichtiger sind gründliche Prüfungen von Investmentangeboten, Skepsis gegenüber unrealistischen Renditeversprechen und die Nutzung offizieller Informationsquellen der Finanzaufsicht.
Hier die BaFin-Mitteilung:
Aufsichtsbehörden warnen vor Finanzbetrug mit KI und Kryptowerten
Künstliche Intelligenz und die zunehmende Verbreitung von Kryptowerten bieten Kriminellen neue Möglichkeiten. Die europäischen Finanzmarktaufsichtsbehörden erklären in zwei Informationsblättern gängige Betrugsmachen – und wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher schützen können.
Die Informationsblätter erklären detailliert die aktuell gängigsten Betrugsmaschen. Zudem geben sie Tipps, wie Verbraucherinnen und Verbraucher Warnzeichen erkennen, sich schützen und im Betrugsfall handeln können.
Die Finanzaufsicht BaFin und andere nationale Aufsichtsbehörden haben die interaktiven Informationsblätter gemeinsam mit den europäischen Aufsichtsbehörden für die Bankenaufsicht (EBA), das Versicherungswesen (EIOPA) und Wertpapier- und Finanzmärkte (ESMA) erarbeitet und in allen EU-Sprachen veröffentlicht.
Erst Ende 2025 hatten die Aufsichtsbehörden ihre Warnungen vor Kryptowerten aktualisiert und ein interaktives Informationsblatt zu Kryptowerten veröffentlicht.
In ihren Risiken im Fokus 2026 hat die BaFin Investitionen in Kryptowerte als eines der Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher beschrieben.
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