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Diet Coke

johnsatwork (CC0), Pixabay
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Wer glaubt, mit Diät-Cola seinem Körper etwas Gutes zu tun, sollte jetzt besser zweimal hinschauen. Denn eine neue Studie zeigt: Schon eine Dose Softdrink pro Tag – egal ob zuckerfrei oder zuckersüß – kann das Risiko für Fettlebererkrankungen drastisch erhöhen.

Die Erkenntnisse wurden am 6. Oktober 2025 auf dem United European Gastroenterology-Kongress in Berlin vorgestellt und sorgen international für Aufsehen.


Süß oder süßlich – beides riskant für die Leber

Laut der Studie erhöht der Konsum von nur 9 Unzen (ca. 266 ml, also weniger als eine normale 330 ml-Dose) eines zuckerhaltigen Getränks pro Tag das Risiko für MASLD (Metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease, ehemals nicht-alkoholische Fettleber) um 50 %. Bei Light-Getränken liegt der Anstieg sogar bei 60 %.

Leitautor Lihe Liu, Doktorand an der Soochow-Universität in China, erklärt:

„Unsere Studie zeigt, dass auch vermeintlich harmlose Mengen von Light- oder Diätgetränken das Risiko für Fettleber erhöhen können.“


Was ist MASLD überhaupt?

MASLD – früher bekannt als nicht-alkoholische Fettleber – ist eine Erkrankung, bei der sich Fett in der Leber ansammelt. Sie gilt als die häufigste Lebererkrankung weltweit. In schweren Fällen kann sie zu Leberzirrhose führen – vergleichbar mit den Schäden durch chronischen Alkoholmissbrauch.


Warum ist Diät-Soda nicht harmloser?

Bisher galten künstlich gesüßte Softdrinks als „die bessere Wahl“ für Gesundheitsbewusste. Doch die neue Studie zeigt, dass auch sie problematisch sind – besonders für die Leber.

Fruktose, ein Zuckerbestandteil vieler Softdrinks, wird fast ausschließlich in der Leber verarbeitet. Wird zu viel davon aufgenommen – egal ob über klassischen Zucker oder Süßstoffe – kann dies Fetteinlagerungen in der Leber fördern.

Dr. Wesley McWhorter von der Academy of Nutrition and Dietetics erklärt:

„Auch Light-Getränke täuschen oft über ihre Wirkung hinweg. Die Leber leidet trotzdem.“


Politischer Druck auf Hersteller zeigt Wirkung

In den USA wächst auch der politische Druck auf die Lebensmittelindustrie:
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat eine Initiative gestartet, um künstliche Zusatzstoffe aus Lebensmitteln zu verbannen. Infolge dessen kündigte Coca-Cola an, in US-Produkten künftig Rohrzucker statt Maissirup zu verwenden.


Was bedeutet das für den Alltag?

Ob gezuckert oder „light“ – wer regelmäßig Cola, Limonade oder Energy-Drinks konsumiert, riskiert ernsthafte Leberschäden. Die Studienautoren raten deshalb, Getränke mit Süßstoffen nicht als gesunde Alternative zu betrachten – und lieber zu Wasser, Tee oder natürlichen Säften zu greifen.


Fazit: Die Dosis macht das Gift – auch bei Diätgetränken

Die neue Forschung unterstreicht: Weniger ist mehr. Wer unbedingt mal eine Cola trinken will, sollte es wirklich bei der Ausnahme belassen – egal ob mit oder ohne Zucker.
Für die Gesundheit der Leber ist Wasser der beste Freund.


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