Deutschland

Die Faulen der Generation Z?

11994227 (CC0), Pixabay
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Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen signifikanten Rückgang der Arbeitszeiten, erreichte Niveaus, die seit dem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 nicht mehr beobachtet wurden. Laut einer Zusammenfassung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind die Hauptgründe hierfür ein historisch hoher Krankenstand, eine deutliche Reduktion der Überstunden sowie ein zunehmender Trend zur Teilzeitarbeit.

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem fiel auf 1342 Stunden, was einen leichten Rückgang von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr und von 2,2 % im Vergleich zu den Zeiten vor der Pandemie markiert. Darüber hinaus verzeichnete das IAB einen Rekord beim Krankenstand: Im Durchschnitt waren Arbeitnehmende 15,2 Tage krankgeschrieben, der längste Zeitraum seit Beginn der Erfassung im Jahr 1991, was einem Anstieg von über 6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die sich wandelnde Arbeitswelt in Deutschland, die durch diverse Faktoren wie Gesundheitsbelange, eine sich verändernde Einstellung zur Work-Life-Balance und den zunehmenden Einsatz flexibler Arbeitsmodelle geprägt ist. Die Erkenntnisse des IAB könnten weitreichende Implikationen für die Arbeitsmarktpolitik, Unternehmensstrategien und die Gestaltung von Arbeitsplätzen haben.

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