Startseite Allgemeines Die Bilanz der Rendity Deutschland GmbH zum Geschäftsjahr 2023 lässt sich wie folgt kritisch, aber fair analysieren:
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Die Bilanz der Rendity Deutschland GmbH zum Geschäftsjahr 2023 lässt sich wie folgt kritisch, aber fair analysieren:

Pexels (CC0), Pixabay
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🔎 1. Überblick – Bilanz in Kürze

Position 2023 2022
Umlaufvermögen 13.527 € 9.299 €
Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag 0 € 71.901 €
Eigenkapital 12.327 € 0 €
Rückstellungen 1.200 € 1.200 €
Verbindlichkeiten 0 € 80.000 €
Bilanzsumme 13.527 € 81.200 €

Positive Aspekte

  1. Tilgung der Verbindlichkeiten:

    • Die GmbH hat es geschafft, sämtliche Verbindlichkeiten (80.000 €) innerhalb eines Jahres abzubauen. Das ist eine klare Verbesserung der finanziellen Struktur und zeigt finanzielle Disziplin oder eine externe Kapitalzufuhr.

  2. Eigenkapital aufgebaut:

    • Im Vorjahr gab es kein Eigenkapital – 2023 steht nun ein positiver EK-Bestand von 12.327 €. Auch das deutet auf eine Kapitalzuführung (z. B. durch Gesellschafter) oder ein zumindest ausgeglichenes Geschäftsjahr hin.

  3. Beseitigung des Fehlbetrags:

    • 2022 war die Bilanz noch durch einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag negativ belastet. Dieser wurde komplett beseitigt – bilanziell ist das ein großer Fortschritt.

⚠️ Kritische Punkte

  1. Extrem geringe Bilanzsumme:

    • Mit nur 13.527 € Gesamtvermögen bleibt das Unternehmen strukturell sehr klein. Es deutet auf keine oder nur minimale operative Geschäftstätigkeit in Deutschland hin – es wirkt fast wie eine reine Repräsentanz.

  2. Keine Verbindlichkeiten – aber auch kaum Vermögen:

    • Zwar ist die Schuldenfreiheit positiv, aber das Umlaufvermögen ist mit rund 13.500 € so gering, dass es die Frage aufwirft, ob überhaupt operatives Geschäft in relevantem Umfang möglich ist.

  3. Keine Anlagewerte, kein Anlagevermögen:

    • Die Bilanz zeigt keine Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Güter oder Beteiligungen – für ein Unternehmen in der Investment-/FinTech-Branche wie Rendity eher ungewöhnlich. Auch dies spricht für eine reine Verwaltungs- oder Vermittlungsfunktion der deutschen GmbH im Konzernverbund.

Was fehlt / unklar bleibt

  • Keine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Es ist unklar, wie der EK-Aufbau zustande kam – durch Gewinn oder Einlage?

  • Kein Lagebericht: Aussagen zu operativem Geschäft, Risiken, Geschäftszweck etc. fehlen.

  • Keine Hinweise auf Mitarbeiter: Keine Personalkosten oder Rückstellungen für Gehälter → ggf. keine eigenen Angestellten?

🧾 Fazit (fair und realistisch)

Die Rendity Deutschland GmbH hat sich im Jahr 2023 bilanziell deutlich stabilisiert: Der Altverlust wurde beseitigt, das Unternehmen ist schuldenfrei und weist positives Eigenkapital auf. Das ist ein formaler Erfolg.

Aber: Die Bilanzsumme ist extrem klein, das Unternehmen zeigt keine operativen Assets, keine Hinweise auf laufendes Geschäft oder substanzielle Aktivitäten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine kleine Vertriebs- oder Verwaltungseinheit im Konzern, nicht um eine operative Gesellschaft mit eigenständigem Marktauftritt.

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