Sinsheim, Freitagabend, Flutlicht und Feierlaune: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich gegen den Fußballriesen Luxemburg (Weltranglistenplatz 96 – direkt hinter „FC Ikea Parkplatz Süd“) souverän mit 4:0 durchgesetzt. Damit ist klar: Die WM 2026 ruft – und Deutschland hat das Navi endlich wieder auf „Qualifikation“ gestellt.
Zweiter Sieg, Tabellenführung, kein Herzstillstand bei Fans – was will man mehr?
Luxemburg hält 20 Minuten stand – dann wird’s deutsch
Die Partie begann noch halbwegs auf Augenhöhe, also so halb-halb – denn Luxemburg wehrte sich tapfer. Aber dann dachte sich Dirk Carlson wohl:
„Ach komm, ich wollte eh duschen.“
und ließ den Ball per Handspiel nicht passieren, sondern sich selbst per Roter Karte.
Joshua Kimmich bedankte sich artig per Elfmeter, David Raum hatte zuvor schon per Freistoß gezeigt, wie man eine Mauer mit mehr Löchern als Schweizer Käse clever nutzt. Halbzeitstand: 2:0 – und das ganz ohne Schweißausbrüche.
Zweite Halbzeit: Jetzt wird es komfortabel, aber nicht kabarettreif
Direkt nach der Pause legte Serge Gnabry das 3:0 nach. Zwei Minuten später sagte sich Kimmich, dass ein Tor schön ist, aber zwei besser sind – erster Doppelpack im DFB-Dress! Und zack: Spiel entschieden.
Danach passierte… nicht mehr viel. Ein bisschen Ballgeschiebe, ein bisschen Aluminium-Flirt von Florian Wirtz (Pfosten, 62.), aber nix, was als Bewerbung für das nächste Torfestival durchgeht.
Nagelsmann zufrieden, aber leicht hungrig
Julian Nagelsmann zeigte sich im Interview halb-lobend, halb-fordernd:
„Galligkeit und Gier waren gut. Aber ja, es hätten auch mehr Tore sein können.“
Was vermutlich übersetzt heißt:
„Danke für den Sieg – aber wo ist mein 10:0, wie bei den Österreichern?“
Tabelle spannend wie ein Tatort-Sonntag
Dank der Schützenhilfe der Nordiren (2:0 gegen die Slowakei), thronen die DFB-Jungs jetzt oben auf Gruppe A. Punktegleich mit der Slowakei und Nordirland – also alle bei 6 Punkten, wie in einer schlecht organisierten Tipprunde.
Und jetzt wird’s spannend: Am Montag geht’s gegen Nordirland. Dort, wo die Tore meistens mit Zement zugemauert und Flutlichtmasten aus Guinnessfässern gebaut sind.
Und sonst so in der Fußballwelt?
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Frankreich? Weiterhin im Spaziergangsmodus: 3:0 gegen Aserbaidschan.
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Schweiz? Eiskalt wie ein Alpenwind: 2:0 in Schweden.
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Ukraine? Spektakel gegen Island: 5:3 – alle 20 Minuten ein Tor und ein Wodka.
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Österreich? Ach ja, die hatten ja schon 10:0 gegen San Marino. Wir erinnern uns leise.
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Belgien? Nullnummer gegen Nordmazedonien. War wohl Stromausfall im Sturm.
Fazit:
Deutschland gewinnt gegen Luxemburg, als hätte man’s so geplant. Kein Fußballwunder, aber ein solider Schritt zur WM.
Kimmich trifft, Gnabry läuft, Raum schießt – und der Gegner duscht früh. Alles wie im Lehrbuch.
Nur das Torverhältnis?
Da darf’s beim nächsten Mal ein bisschen mehr Currywurst auf dem Scoreboard sein.
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