Aufatmen auf den Bahnsteigen:
Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich nach tagelangen Tarifverhandlungen geeinigt. Details sollen heute Vormittag präsentiert werden – die spannendste Frage für viele Reisende dürfte jedoch bereits beantwortet sein: Warnstreiks sind vorerst vom Tisch.
Damit endet erstmals seit 2018 eine Tarifrunde zwischen Bahn und GDL ohne Arbeitskämpfe. Damals führte noch der für markige Worte bekannte GDL-Chef Claus Weselsky die Verhandlungen. Dieses Mal war es die erste Tarifrunde unter seinem Nachfolger Mario Reiß – offenbar mit weniger Donner, aber mit Ergebnis.
Fünf Runden, kein Streik – fast schon ungewohnt
Die Gespräche begannen im Jänner, nachdem der Tarifvertrag Ende Dezember ausgelaufen war. Insgesamt waren fünf Verhandlungsrunden angesetzt. Bis Ende Februar galt ohnehin Friedenspflicht – Streiks waren in dieser Phase ausgeschlossen.
Doch wäre in dieser Woche keine Einigung erzielt worden, hätten im März umfangreiche Warnstreiks mit spürbaren Auswirkungen auf den bundesweiten Bahnverkehr gedroht. Pendler und Reisende hatten also bereits innerlich alternative Routen geplant.
Dazu kommt es nun nicht.
Zumindest vorerst.
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