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Deutlich weniger irreguläre Grenzübertritte in die EU

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Die Zahl der irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union ist zu Beginn des Jahres deutlich zurückgegangen. Nach vorläufigen Daten der EU-Grenzschutzagentur Frontex wurden in den ersten beiden Monaten rund 12.000 Versuche registriert, die EU ohne gültige Einreiseerlaubnis zu erreichen. Das entspricht einem Rückgang von etwa 52 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Als Hauptgrund nennt Frontex die schwierigen Wetterbedingungen im Winter, die insbesondere auf den wichtigsten Fluchtrouten über das Meer die Überfahrten erschweren.

Starker Rückgang auf der Westafrika-Route

Besonders stark fiel der Rückgang auf der westafrikanischen Route über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln aus. Dort registrierte Frontex ein Minus von 83 Prozent.

Auch auf anderen zentralen Routen ging die Zahl deutlich zurück: Sowohl auf der zentralen Mittelmeerroute von Nordafrika nach Italien als auch auf der östlichen Mittelmeerroute über Griechenland halbierte sich die Zahl der irregulären Grenzübertritte.

Trotz des Rückgangs bleibt die Route über das zentrale Mittelmeer weiterhin die meistgenutzte Migrationsstrecke in Richtung Europa. Hier wurden knapp 3.400 Übertritte registriert, was rund 30 Prozent der Gesamtzahl entspricht.

Einen leichten Anstieg verzeichnete dagegen die westliche Mittelmeerroute nach Spanien. Dort stieg die Zahl der registrierten Übertritte im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent.

Mehr Todesfälle im Mittelmeer

Trotz insgesamt sinkender Zahlen bleibt die Situation auf den Fluchtrouten lebensgefährlich. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in den Monaten Jänner und Februar etwa 660 Menschen bei Versuchen ums Leben gekommen, das Mittelmeer zu überqueren.

Damit liegt die Zahl der Todesopfer mehr als doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Auswirkungen des Nahost-Konflikts möglich

Frontex weist außerdem darauf hin, dass sich die Lage in den kommenden Monaten verändern könnte. Hintergrund ist die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, insbesondere der Krieg mit dem Iran.

Nach Einschätzung der Grenzschutzagentur könnte die Entwicklung in der Region zu neuen Fluchtbewegungen führen. Bisher seien jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Migrationslage an den EU-Außengrenzen festzustellen.

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