Während der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran immer weiter eskaliert, steht ein Mann im Mittelpunkt der militärischen Strategie: Admiral Brad Cooper, Kommandeur des US-Regionalkommandos CENTCOM. Seine Aufgabe ist es, nicht nur den militärischen Einsatz zu führen, sondern auch die politischen Spannungen in Washington und im Nahen Osten zu navigieren.
Ein Admiral mit Front-Erfahrung
Bereits im Sommer 2024 hatte Cooper als damaliger stellvertretender Kommandeur von CENTCOM die zunehmenden Angriffe der Huthi-Miliz auf internationale Handelsschiffe im Roten Meer aus nächster Nähe erlebt. Statt sich lediglich Berichte untergeordneter Offiziere anzuhören, fuhr er selbst mit Marineschiffen in das gefährliche Gebiet.
Diese direkte Herangehensweise gilt als typisch für den Marineoffizier, der seit über drei Jahrzehnten im Dienst ist. Beobachter sagen, Cooper verstehe die Verbindung zwischen taktischen Details vor Ort und strategischen Entscheidungen besonders gut.
Architekt der aktuellen Militärstrategie
Heute leitet Cooper als Oberbefehlshaber von CENTCOM die militärischen Operationen der USA im Nahen Osten – einschließlich des gemeinsamen Krieges mit Israel gegen den Iran. Einen Tag bevor Präsident Donald Trump am 28. Februar den Angriffsbefehl gab, stellte Cooper dem Präsidenten im Weißen Haus die militärischen Optionen vor.
Doch mit der Ausweitung der Kämpfe wird die Situation immer komplizierter. Iranische Angriffe auf US-Stützpunkte, Golfstaaten und Handelsschiffe sowie die Schließung der Straße von Hormus haben die Energie- und Finanzmärkte weltweit erschüttert. Zudem stehen die USA wegen eines Luftangriffs auf eine Mädchenschule im Iran, bei dem laut Berichten 168 Kinder starben, massiv unter politischem Druck.
Inzwischen sind 13 US-Soldaten gefallen, rund 140 wurden verletzt.
Militärischer Stratege und politischer Netzwerker
Personen, die mit Cooper gearbeitet haben, beschreiben ihn als Offizier mit außergewöhnlichem politischem Gespür. Neben militärischer Erfahrung hat er auch gelernt, sich im politischen Machtzentrum Washington zu bewegen.
Während seiner Laufbahn arbeitete er unter anderem:
- im Weißen Haus,
- im Pentagon,
- sowie im Büro für legislative Angelegenheiten der US-Marine, wo er regelmäßig mit dem Kongress verhandelte.
Diese Erfahrungen helfen ihm heute, mit den Abgeordneten umzugehen, die den Krieg politisch überwachen und über die Finanzierung entscheiden.
Enger Kontakt zu Israel
Cooper gilt außerdem als einer der US-Militärs mit den engsten Beziehungen zur israelischen Armee. Während seiner Zeit als Kommandeur der US-Fünften Flotte in Bahrain pflegte er intensiven Austausch mit israelischen Militärs.
Nach Angaben israelischer Offizieller spricht Cooper nahezu täglich mit dem israelischen Generalstabschef Eyal Zamir. Auch bei diplomatischen Gesprächen spielte er eine ungewöhnliche Rolle: Gemeinsam mit Jared Kushner und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff nahm er an indirekten Gesprächen mit dem Iran in Oman teil.
Unterschiedlicher Führungsstil
Cooper folgte 2025 auf den vorherigen CENTCOM-Kommandeur General Michael „Erik“ Kurilla. Während Kurilla als charismatischer und dominanter Militärführer galt, beschreiben Insider Cooper als ruhiger, diplomatischer und politisch geschickter.
Ein ehemaliger Pentagon-Beamter sagte über ihn:
„Er ist jemand, der Hände schüttelt, sich Namen merkt und sich für Menschen interessiert – er hat verstanden, wie das politische Geschäft auf Vier-Sterne-Ebene funktioniert.“
Zwischen Krieg und Politik
Während die militärische Operation gegen den Iran weiterläuft, liegt eine zentrale Verantwortung bei Cooper: die militärische Strategie stabil zu halten, bis eine politische Entscheidung über das Ende des Konflikts getroffen wird.
Wie lange dieser Krieg noch dauern wird, ist derzeit völlig offen. Sicher ist nur: Der Admiral steht im Zentrum eines Konflikts, der militärisch, politisch und wirtschaftlich weltweit enorme Folgen hat.
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