Japanischer Anime erobert Hollywood: Der Film „Demon Slayer: Infinity Castle“ hat auch am zweiten Wochenende die Spitzenposition an den nordamerikanischen Kinokassen verteidigt und damit einen weiteren Rekord aufgestellt.
Obwohl die Einnahmen im Vergleich zum Startwochenende um 76 Prozent zurückgingen, spielte der Film von Freitag bis Sonntag rund 17,3 Millionen Dollar ein. Damit kommt die Produktion von Sony-Tochter Crunchyroll nach nur neun Tagen bereits auf 104,7 Millionen Dollar und übertraf damit den bisherigen Rekordhalter „Pokémon: The First Movie“ aus dem Jahr 1999 (85 Millionen Dollar).
Noch nie zuvor hatte ein Anime-Film in den USA die Marke von 50 Millionen Dollar überschritten. Der Erfolg gilt daher als Branchenüberraschung. „Das ist für die Kinowelt ein Glücksfall – wenn es sich als Trend etabliert, bedeutet es ein ganz neues Genre mit Potenzial für die Leinwand“, sagte Paul Dergarabedian, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Comscore.
Besonders junge Zuschauer aus der Generation Z und Alpha trugen den Erfolg. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass 42 Prozent der Gen Z regelmäßig Anime schauen. „Infinity Castle“ profitierte zudem von sehr positiven Kritiken (98 Prozent bei Rotten Tomatoes).
Zum Vergleich: Auf Platz zwei des Wochenendes landete der Horrorfilm „Him“ von Universal mit 13,5 Millionen Dollar. Dahinter folgte „Conjuring: The Last Rite“ (12,95 Mio.). „The Long Walk“ von Lionsgate sowie „Downton Abbey: The Grand Finale“ kamen mit jeweils 6,3 Millionen Dollar auf Rang vier.
Das gesamte Wochenendaufkommen belief sich auf rund 75 Millionen Dollar – weniger als im Vorjahr (83 Mio.). Grund für den Rückgang sei laut Analysten vor allem der außergewöhnlich starke Start von „Demon Slayer“ in der Vorwoche mit über 70 Millionen Dollar.
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