In Köln endete ein Protest gegen Aufrüstung auf ironisch-gewalttätige Weise – und bewies unfreiwillig, dass Schlagstöcke und Reizgas offenbar doch gebraucht werden. Die Demonstration, organisiert vom Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“, wollte eigentlich gegen Waffen protestieren. Stattdessen flogen Rauchbomben, Pyrotechnik und gute Absichten gleichermaßen durch die Luft.
Einige Teilnehmende fanden es offenbar zu friedlich und beschlossen, mit Vermummung, Bengalos und einem Arsenal im Begleitfahrzeug – inklusive Brennspiritus und Gasflaschen – ein Zeichen zu setzen. Wofür genau, blieb unklar. Vielleicht für kreativen Materialeinsatz.
Die Polizei reagierte mit Reizgas, Schlagstöcken und einer Unterbrechung der Veranstaltung – ganz im Sinne einer deeskalierenden Eskalation. Zwölf Beamtinnen und Beamte wurden verletzt, vier mussten ihren Dienst abbrechen – vermutlich nicht wegen Überarbeitung.
Die mutmaßlichen Randalierer wurden festgesetzt, während die friedlichen Teilnehmer das Weite suchten – vielleicht verwirrt darüber, wann genau aus „abrüsten“ plötzlich „anheizen“ wurde.
Fazit des Tages: Wer gegen Aufrüstung demonstriert und dabei Gewalt anwendet, liefert der Gegenseite das beste Argument – kostenlos und medienwirksam.
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