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DeepSeek teilte offenbar Nutzerdaten mit ByteDance/TikTok

qimono (CC0), Pixabay
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Die südkoreanische Datenschutzbehörde hat den chinesischen KI-Startup DeepSeek beschuldigt, Nutzerdaten mit dem TikTok-Mutterkonzern ByteDance geteilt zu haben. Die Behörde bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap, dass es eine Kommunikation zwischen DeepSeek und ByteDance gab.

Bereits am Wochenende wurde DeepSeek aufgrund von Datenschutzbedenken aus den südkoreanischen App-Stores entfernt. Trotzdem können bestehende Nutzer weiterhin auf die App über den Webbrowser zugreifen.

Bedenken über Datensicherheit und China-Verbindungen

DeepSeek sorgte im Januar für Aufsehen, als es behauptete, ein leistungsstarkes KI-Modell mit deutlich geringeren Kosten als US-amerikanische Konkurrenten wie ChatGPT entwickelt zu haben. Diese Meldung ließ weltweit Börsenwerte fallen.

Seitdem gibt es jedoch zunehmend Bedenken über den Umgang mit Nutzerdaten. Im Februar veröffentlichte das US-Cybersicherheitsunternehmen Security Scorecard eine Analyse, die mögliche Verbindungen zwischen DeepSeek und ByteDance aufzeigte. Dabei wurde festgestellt, dass DeepSeek „direkte Verweise“ auf ByteDance-Dienste enthält und möglicherweise Nutzerdaten sowie Geräte-Metadaten an ByteDance-Server überträgt. Zudem seien Daten an chinesische Staatsunternehmen weitergeleitet worden.

Unklarheit über den Umfang der Datenweitergabe

Die südkoreanische Datenschutzbehörde (PIPC) erklärte, dass sie bisher nicht genau bestätigen könne, welche Daten übertragen wurden und in welchem Umfang. Sie kritisierte aber mangelnde Transparenz in DeepSeeks Datenschutzrichtlinien und riet Nutzern, keine persönlichen Informationen in den Chatbot einzugeben.

Südkorea folgt damit dem Beispiel anderer Länder wie Australien und Taiwan, die DeepSeek bereits auf Regierungsgeräten verboten haben.

ByteDance und chinesische Gesetze im Fokus

Die Befürchtungen über chinesische Technologieunternehmen beruhen auch auf dem chinesischen Nationalen Nachrichtendienstgesetz, das es der Regierung angeblich ermöglicht, auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Kritiker sehen darin eine potenzielle Gefahr für den Datenschutz. ByteDance selbst weist diese Vorwürfe jedoch zurück und verweist darauf, dass das Gesetz auch Schutzmechanismen für private Unternehmen enthalte.

Ein ähnliches Datenschutzproblem war bereits ein Grund dafür, dass die USA TikTok verboten haben. Derzeit ist das Verbot jedoch bis zum 5. April ausgesetzt, während Ex-Präsident Donald Trump eine Lösung aushandeln will.

Fazit

Der Fall DeepSeek zeigt erneut die wachsenden globalen Bedenken über den Schutz persönlicher Daten durch chinesische Unternehmen. Während einige Länder bereits Maßnahmen ergriffen haben, bleibt offen, wie groß das tatsächliche Risiko für Nutzer ist und inwieweit die Vorwürfe gegen DeepSeek zutreffen.

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