Startseite Allgemeines DC-Feuerwehrmann nach Schussattacke: Notruf blieb drei Minuten unbeantwortet
Allgemeines

DC-Feuerwehrmann nach Schussattacke: Notruf blieb drei Minuten unbeantwortet

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
Teilen

Auf dem Heimweg von einem Oktoberfest wurde der Feuerwehrmann Gary „Zeek“ Dziekan in Capitol Hill Opfer eines bewaffneten Überfalls. Der Täter schoss ihm in Schulter und Brust – nur wenige Meter vor seinem eigenen Wohnhaus, in dem seine Frau und zwei Kinder schliefen.

Schwer verletzt wählte Dziekan sofort den Notruf 911. Doch sein Anruf blieb drei Minuten lang unbeantwortet. Erst über die direkte Telefonnummer seiner Feuerwache, nur sechs Blocks entfernt, gelang es ihm, Hilfe zu holen.

Überfall vor der Haustür

Der Täter forderte zunächst Handy und Tasche des Feuerwehrmanns. Als die digitale Geldbörse nicht geöffnet werden konnte, richtete er die Waffe direkt auf Dziekans Brust. In letzter Sekunde gelang es dem Feuerwehrmann, die Pistole wegzudrücken – der Schuss verletzte ihn dennoch schwer.

Während er blutend auf dem Gehweg lag, lief der Notruf ins Leere. Als der Täter zurückkehrte, griff Dziekan zur am Boden liegenden Waffe und feuerte selbst. Erst dann floh der Angreifer endgültig.

Kritik am Notrufsystem

Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die massiven Probleme der Notrufzentrale von Washington (Office of Unified Communications, OUC). Personalmangel, fehlerhafte Weiterleitungen und lange Wartezeiten sind seit Jahren bekannt. Laut OUC war die Leitstelle in jener Nacht mit 16 Mitarbeitern unterbesetzt.

„Ich arbeite täglich mit 911 zusammen und sehe die Fehler. Aber dass ich selbst im Ernstfall keine Hilfe bekomme, ist einfach beschämend“, sagte Dziekan. Falsch übermittelte Einsatzorte und Verzögerungen seien Alltag – oft mit lebensgefährlichen Folgen.

Täter gefasst – harte Linie der Justiz

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter, den 17-jährigen Marcellus Dyson Jr., kurz nach der Tat festnehmen. Er soll nun als Erwachsener vor Gericht gestellt werden. Anklagepunkte sind bewaffneter Raubüberfall, Waffenbesitz während einer Straftat und schwere Körperverletzung.

Die Entscheidung trägt die Handschrift von Jeanine Pirro, der obersten Staatsanwältin des District of Columbia, die unter Präsident Donald Trump eine harte Linie gegen Gewaltkriminalität verfolgt.

Feuerwehrmann fordert Konsequenzen

Für Dziekan ist klar: „Junge Leute müssen spüren, dass es Konsequenzen gibt. Wenn das den nächsten Überfall verhindert, hat es sich gelohnt.“

Auch wenn er die verstärkte Präsenz von Bundeskräften in der Stadt als positiv bewertet, bleibt für ihn ein bitterer Nachgeschmack: „Bis zu dieser Nacht habe ich mich hier sicher gefühlt. Jetzt frage ich mich, ob meine Familie hier wirklich eine Zukunft hat.“

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Insolvenz:Cube Asset XIV GmbH

Amtsgericht Köln, Aktenzeichen: 70b IN 8/26 In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen...

Allgemeines

Mann nach tödlichem Unfall mit Mitgründerin der Dixie Chicks zu 15 Jahren Haft verurteilt

Ein Mann ist zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er sich...

Allgemeines

Bill und Hillary Clinton sagen zu Verbindungen zu Epstein aus – Das ist bekannt

Die frühere Außenministerin Hillary Clinton und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sollen...

Allgemeines

FBI beschaffte Telefonverbindungsdaten von Kash Patel und Susie Wiles im Rahmen der Trump-Ermittlungen

Das FBI hat im Zuge der bundesweiten Ermittlungen gegen Donald Trump Telefonverbindungsdaten...