Startseite Allgemeines Davos-Marsch: Demokratie zu Fuß – Kritik am Weltwirtschaftsforum mit Wanderschuhen und Transparenten
Allgemeines

Davos-Marsch: Demokratie zu Fuß – Kritik am Weltwirtschaftsforum mit Wanderschuhen und Transparenten

MIH83 (CC0), Pixabay
Teilen

Während sich in den Hotels von Davos die Mächtigen dieser Welt an Champagner und Chia-Samenlabern wärmen, stapfen draußen im Schneematsch rund 600 engagierte Demonstrierende aus Küblis in Richtung Weltwirtschaftsforum – bewaffnet mit Transparenten, festem Schuhwerk und einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber der sogenannten Elite. Ihr Ziel: Weniger PowerPoint, mehr Power to the People.

Unter Slogans wie „Demokratie statt WEF-Diktatur“ und „Demokratie statt Oligarchie“ machten die Protestierenden deutlich, dass sie wenig Lust auf Business-Buzzwords in Berghotels haben. Stattdessen fordern sie das, was beim WEF gerne mal zwischen den Lunchpanels verloren geht: soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und eine faire Verteilung von Ressourcen.

Von Küblis nach Davos – mit Haltung

Die Hälfte der Demonstrierenden stammt laut der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus der Schweiz. Der Rest reiste extra an – aus Deutschland, England, Spanien sowie aus Ländern West- und Südafrikas. Ein Marsch, der mehr ist als ein Spaziergang: Er ist ein Symbol dafür, dass Globalisierung nicht nur im Business Class Check-In stattfindet, sondern auch auf der Straße.

Das Protestkollektiv Strike-WEF formuliert klare Forderungen: „Eine Welt, in der jeder genug zum Leben hat.“ Klingt simpel – ist es aber anscheinend nicht, sonst müsste man es nicht Jahr für Jahr auf Transparenten nach Davos tragen.

Drinnen Reden – draußen Realität

Während drinnen unter Ausschluss der Öffentlichkeit über „globale Zusammenarbeit“ diskutiert wird (zwischen den Häppchen mit Hummer und den Panels zu „nachhaltigem Wachstum“), machen die Demonstrierenden draußen deutlich: Man kann die Welt nicht mit denjenigen retten, die sie ruiniert haben.

Ob ihre Botschaft bei WEF-Gästen wie Donald Trump und Friedrich Merz auf offene Ohren stößt? Eher unwahrscheinlich – aber dafür hört die Welt zu, wenn draußen 600 Menschen bei minus zehn Grad auf Gerechtigkeit pochen. Und vielleicht ist das der wichtigere Gipfel.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Gold gegen Gedrucktes – Wiener Brüder erleben Abzocke mit Hochglanz-Charme

 Es klingt wie ein Drehbuch aus einem mittelmäßigen Heist-Movie, das nie den...

Allgemeines

Bericht: Bis zu 18.000 Tote bei Protesten im Iran – Ausmaß der Gewalt wird sichtbar

Ein schockierender Bericht der britischen Sunday Times wirft ein grelles Licht auf...

Allgemeines

„Zoll mir das Wasser ab, Europa!“ – Trumps Grönland-Show eskaliert

Von unserer transatlantischen Chaos-Korrespondur US-Präsident Donald Trump hat wieder zugeschlagen – verbal,...

Allgemeines

Satirischer Beitrag: „Rekord-Überschuss, Rekord-Sorgen – Chinas Wirtschaft in Bestform, wenn man nicht hinschaut“

Die Volksrepublik China hat es mal wieder geschafft: Mit einem Handelsüberschuss von...