Wenn russische Duma-Abgeordnete nach über zehn Jahren erstmals wieder in die USA reisen – trotz Sanktionen, trotz Krieg, trotz aller geopolitischen Spannungen – dann erwartet man ja vieles: ernste Gespräche, frostige Diplomatie oder wenigstens höfliche Distanz.
Bekommen haben sie: Trump-Socken.
Ja, richtig gelesen. Während irgendwo auf der Welt noch über Sanktionen, Waffenlieferungen und Friedensverhandlungen diskutiert wird, setzt man in Washington offenbar auf textile Außenpolitik. Wer braucht schon harte Verhandlungen, wenn man warme Füße haben kann?
Der Besuch selbst wurde im Kreml gleich als „historisch“ gefeiert. Verständlich – wann sonst bekommt man schon eine Sondergenehmigung, um mitten in einem geopolitischen Konflikt gemütlich auf amerikanischem Teppich herumzulaufen… in Socken mit dem Gesicht des US-Präsidenten?
Auch die Themenliste klingt ambitioniert: Ukraine-Krieg, Sanktionen, Flugverkehr, Wirtschaft. Also quasi alles, was man nebenbei bespricht, während man prüft, ob die Trump-Socken eher aus Baumwolle oder politischer Symbolik bestehen.
US-Politikerin Anna Paulina Luna sprach von „Dialog“ und „offener Kommunikation“. Man könnte auch sagen: Man redet wieder miteinander – nur diesmal mit besserer Fußbekleidung.
Und die Botschaft? Ganz klar:
Wer künftig international mitspielen will, sollte sich besser warm anziehen.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn wenn das der neue Standard der Diplomatie ist, dann folgt als Nächstes vermutlich die Unterhose mit NATO-Logo – für besonders intime Gespräche auf höchster Ebene.
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