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Das Ende der Billig-Schnäppchen? Trumps Zölle setzen Shein und Temu unter Druck

geralt (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump verschärft seinen wirtschaftspolitischen Konfrontationskurs mit China – und trifft damit vor allem amerikanische Konsumenten. Eine neue Regelung könnte das Geschäftsmodell von Shein, Temu und AliExpress drastisch verändern.

Was hat Trump beschlossen?

Die US-Regierung hat die sogenannte „de minimis“-Regelung gekippt. Bisher durften Pakete mit einem Wert von unter 800 Dollar ohne Zölle und aufwendige Kontrollen in die USA eingeführt werden. Chinesische Onlinehändler wie Shein und Temu haben diesen Vorteil intensiv genutzt, um günstige Waren direkt an US-Kunden zu liefern.

Doch damit ist jetzt Schluss: Trump hat am Dienstag eine 10-prozentige Strafzollregelung für alle chinesischen Importe erlassen und die zollfreie Versandgrenze abgeschafft. Das bedeutet, dass jeder einzelne Artikel, der aus China in die USA geliefert wird, nun kontrolliert und verzollt werden muss.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Der Wegfall der Zollbefreiung könnte sich schnell in den Preisen und Lieferzeiten bemerkbar machen. Experten schätzen, dass die Kosten für chinesische Billigwaren um mindestens 10 Prozent steigen werden. Zudem wird der Versand langsamer, da der US-Zoll nicht darauf vorbereitet ist, plötzlich Millionen zusätzlicher Pakete zu prüfen.

Das könnte das Ende der ultra-günstigen Shein- und Temu-Hauls bedeuten, bei denen Kunden für wenige Dollar Kleidung oder Haushaltswaren bestellen konnten.

Warum trifft Trump diese Entscheidung?

Trump begründet die Maßnahme mit dem Schutz der US-Wirtschaft und Arbeitsplätze. Die Zollbefreiung habe amerikanische Unternehmen benachteiligt, da sie mit den extrem niedrigen Preisen chinesischer Anbieter nicht mithalten konnten. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die Regelung für den Schmuggel von Fentanyl genutzt wurde – ein Punkt, den die Regierung als weiteres Argument für die Verschärfung anführt.

Wie reagieren die betroffenen Unternehmen?

Chinesische Onlinehändler stehen nun vor einem großen Problem: Ihr bisheriges Geschäftsmodell basiert darauf, dass sie Waren direkt und zollfrei an Kunden liefern konnten. Jetzt könnten sie gezwungen sein, große Warenlager in den USA zu errichten, um die Importkosten zu senken. Alternativ könnten sie versuchen, über andere asiatische Länder wie Vietnam zu exportieren, um die direkten China-Zölle zu umgehen – doch das würde zusätzliche Kosten verursachen.

Auch US-Technologiekonzerne wie Google und Meta dürften betroffen sein, da chinesische Händler massiv in Online-Werbung investieren. Analysten befürchten, dass Werbeeinnahmen von Shein und Temu um mehrere Milliarden Dollar einbrechen könnten.

Was bedeutet das langfristig?

Trump setzt mit dieser Entscheidung seinen harten Kurs gegen China fort, den er bereits in seiner ersten Amtszeit verfolgt hat. Doch während er behauptet, damit die US-Wirtschaft zu stärken, könnte er vor allem die Verbraucher treffen, die sich an günstige Online-Angebote gewöhnt haben.

Die große Frage bleibt: Wird diese Maßnahme tatsächlich mehr Jobs und Produktion in die USA zurückholen? Oder führt sie nur dazu, dass amerikanische Kunden am Ende einfach mehr für ihre Produkte zahlen müssen?

Fest steht: Die Ära der ultra-billigen China-Bestellungen dürfte in den USA bald vorbei sein.

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