Startseite Allgemeines Darts-WM: Littler zündet wieder – van Veen wirft sich ins erste Finale
Allgemeines

Darts-WM: Littler zündet wieder – van Veen wirft sich ins erste Finale

NickyPe (CC0), Pixabay
Teilen

Die Pfeile fliegen, die Emotionen kochen und das Publikum grölt sich heiser – die Darts-Weltmeisterschaft steuert auf ihr großes Finale zu. Titelverteidiger Luke Littler, der Wunderknabe mit der Wurfhand aus Stahl, hat am Freitag zum dritten Mal das Endspiel erreicht. Mit einem glatten 6:1 gegen Ryan Searle zeigte der 18-Jährige erneut, dass man auch mit Babyface und einem halben Jahr Bartflaum Darts-Geschichte schreiben kann.

Dabei sah es zu Beginn kurz nach Spannung aus: Searle erwischte einen Raketenstart – ob durch Adrenalin oder durch das restliche Feuerwerk vom Silvesterabend, bleibt offen. Doch Littler schüttelte den Rückstand ab wie ein lästiges Staubkorn auf seinem Flight und drehte dann so richtig auf: Ein Average von über 105 Punkten, fast schon unhöflich für ein Halbfinale.

„Wenn dein Gegner 140, 180, nochmal 140… irgendwann denkst du dir: Na gut, dann halt ich halt dagegen“, sagte Littler, der offenbar auch noch Zeit hatte, im Kopf die Punktzahlen mitzuzählen. Searle gelang immerhin ein „Big Fish“ – das 170er-Finish – und wurde dafür von Publikum und Gegner gleichermaßen gefeiert. Für mehr reichte es nicht.

Van Veen: Der Mann, der die Niederlande erbeben lässt

Im zweiten Halbfinale lieferte Gian van Veen die nächste große Überraschung. Der 23-jährige Niederländer bezwang Altmeister Gary Anderson mit 6:3 und zieht damit zum ersten Mal in seiner Karriere ins WM-Finale ein. Bonuslevel freigeschaltet: Van Veen löst ganz nebenbei auch noch Michael van Gerwen als niederländische Nummer eins ab – nach 13 Jahren Darts-Monarchie ein echter Umbruch.

Anderson wehrte sich tapfer, holte nach 1:4-Rückstand noch auf 3:4 auf, aber verpasste den Ausgleich. Van Veen nutzte seine Chancen eiskalt – „Dutch Ice“, wenn man so will – und machte den Deckel zu.

Showdown mit Rekordpreisgeld

Am Samstagabend kommt es zum finalen Showdown: Littler vs. van Veen, Jungstar gegen Aufsteiger, England gegen die Niederlande – das Ganze im Modus „Best of 13“ Sätze. Neben dem Titel geht es um eine Million Pfund – genug, um ein paar neue Darts oder eine kleine Insel im Ärmelkanal zu kaufen.

Ob Littler seinen Titel verteidigt oder van Veen als Senkrechtstarter durch die Scheibe Richtung Legendenstatus fliegt – fest steht: Das wird ein Finale, das die Scheiben zittern lässt.

Und Ally Pally? Der tobt jetzt schon.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

NRW entwickelt sich zum Eldorado für Schließfach-Sherlocks – Tresor-Telenovela geht in die nächste Folge

Von unserer Spezialkorrespondentin für verschwundene Wertgegenstände und verdächtige weiße Transporter Nordrhein-Westfalen –...

Allgemeines

Tödlicher Überfall auf Uber-Fahrer in Georgia – 15-Jähriger angeklagt

Ein 15-Jähriger soll in den frühen Morgenstunden des Neujahrstags in Georgia einen...

Allgemeines

Trump kauft Marmor fürs Weiße Haus – persönlich und (angeblich) auf eigene Rechnung

Zwei Tage nach Beginn seines zweiten Amtsjahres hat US-Präsident Donald Trump mal...

Allgemeines

Brand in Schweizer Bar: Wunderkerzen, Wodka & Wahnsinn – ein Flammeninferno mit Ansage

In der schicken Höhenlage der Schweizer Alpen, wo Après-Ski mit Champagnerdusche und...