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Cyberangriff auf Flughäfen in den USA und Kanada – Lautsprecher spielen Anti-Trump-Parolen

oh0725 (CC0), Pixabay
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An mehreren Flughäfen in den USA und Kanada kam es zu einer bizarren und zugleich alarmierenden Störung: Über die Lautsprecheranlagen wurden plötzlich politische Botschaften abgespielt – darunter auch vulgäre Parolen gegen Ex-Präsident Donald Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu.

Nach ersten Ermittlungen sollen propalästinensische Hackergruppen hinter dem Angriff stecken. Die betroffenen Flughäfen, darunter nach Medienberichten New York, Toronto und Vancouver, bestätigten ungewöhnliche Durchsagen, die weder von Mitarbeitern noch von automatischen Ansagesystemen stammten.

In den Durchsagen, die Passagiere aufnahmen und in sozialen Medien verbreiteten, waren neben den Slogans „Free Palestine“ und „Stop the genocide“ auch mehrfach der Ausruf „Fuck Trump“ zu hören. Die Botschaften spielten für mehrere Minuten, bevor Techniker die Anlagen abschalten konnten.

US-Behörden sprechen von einem „koordinierten Eingriff in die digitale Infrastruktur“. Offenbar gelang es den Angreifern, sich über interne Netzwerke oder ungesicherte Schnittstellen in die Audiosysteme der Flughäfen einzuklinken. Hinweise auf eine Gefährdung des Flugbetriebs gebe es bislang nicht, doch Experten sehen den Vorfall als ernstzunehmendes Warnsignal für die Cybersicherheit im Luftverkehr.

Das US-Heimatschutzministerium und die kanadische Bundespolizei RCMP haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie prüfen, ob die Attacke Teil einer größeren Kampagne ist, die auf internationale Aufmerksamkeit für den Gaza-Konflikt abzielt.

Während viele Passagiere die Aktion als „peinlich, aber harmlos“ beschrieben, zeigen sich IT-Sicherheitsfachleute alarmiert. Ein unautorisierter Zugriff auf Flughafensysteme, selbst nur für Lautsprecherdurchsagen, könne „ein gefährlicher Testlauf für ernstere Angriffe“ gewesen sein, warnte ein Cyberexperte.

Die betroffenen Flughäfen wollen ihre Sicherheitsprotokolle nun verschärfen – und prüfen, ob ähnliche Schwachstellen auch in anderen Kommunikationssystemen bestehen.

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