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Crans-Montana, Schweiz: Feuerhölle, Schweigen und das Schweizer Reinwasch-Reflex

eikira (CC0), Pixabay
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Die Schweiz will angeblich alles aufklären – das hört sich gut an. Aber wer die Schweiz kennt, der weiß: Wenn es um Geld, Tourismus und vor allem ausländische Opfer geht, wird Transparenz schnell zur Nebensache und der Deckmantel des Schweigens ganz groß aufgezogen. Man schützt, was einem wirklich wichtig ist – und das sind in der Schweiz nicht zwingend Menschenleben, sondern Image und Investoren.

Wenn ich Angehöriger eines Opfers wäre, wäre mein Vertrauen in die Schweizer Behörden ehrlich gesagt gleich null. Die Idee, internationale Ermittler einzubeziehen, ist kein Misstrauensvotum – sie ist eine Notwendigkeit. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass hier nicht wieder alles im Alpennebel verschwindet.

Und dann noch diese Barbesitzer. Noch während die Asche raucht, waschen sie sich öffentlich die Hände in Unschuld, als hätte man ihnen die Wunderkerzen untergejubelt. Kein Wort der Demut, keine Spur von Selbstkritik – nur Rechtfertigung. Das ist mindestens so geschmacklos wie die Deko ihrer Champagnerflaschen.

Was man bisher weiß, wirft Fragen auf – große Fragen: Wer genehmigt eine Bar, in der sich ein Flashover so schnell entwickeln kann? Haben die Behörden ihre Aufsichtspflichten verlässlich erfüllt – oder war Tourismus wichtiger als Brandschutz?

Am Ende bringt das alles die Toten nicht zurück. Und die Verletzten werden durch Schuldzuweisungen nicht gesund. Aber wenn man solche Katastrophen nicht gnadenlos aufklärt, wird sich nichts ändern. Der nächste Club, der abbrennt, ist vielleicht nur eine Party-Nacht entfernt. Die Wahrheit muss auf den Tisch – auch wenn sie unangenehm ist. Vor allem dann.


Crans-Montana, Svizzera: Inferno di fuoco e silenzi imbarazzanti – la trasparenza si ferma al portafoglio

La Svizzera dice di voler fare chiarezza. Suona bene, certo. Ma chi conosce davvero la Svizzera sa che, quando si toccano soldi, turismo e – peggio ancora – vittime straniere, la trasparenza va a farsi benedire. La priorità? L’immagine pulita e la tranquillità degli investitori. Il resto può aspettare.

Se fossi un familiare di una vittima, la mia fiducia nelle autorità elvetiche sarebbe sottozero. La presenza di investigatori internazionali non è una provocazione: è necessaria. Solo così si può evitare che tutto venga coperto dalla solita coltre di “nebbia alpina”.

E i gestori del locale? Neppure il tempo che si spengano le fiamme, già si lavano le mani, come se le scintille gliele avesse portate Babbo Natale. Nessuna assunzione di responsabilità, nessun “forse abbiamo sbagliato”: solo difese, avvocati e autocommiserazione.

Le domande, però, restano: chi ha autorizzato un locale in cui basta una scintilla per trasformare tutto in un forno crematorio? Le autorità hanno fatto i controlli o si sono girate dall’altra parte per non disturbare il business?

I morti non tornano. I feriti non guariranno più in fretta se si trovano i colpevoli. Ma se non si fa chiarezza totale, cruda, implacabile, questa tragedia sarà solo la prima di una lunga serie. La verità va detta. Soprattutto quando fa male.


Crans-Montana, Suisse : une tragédie en flammes, un silence glacial – la transparence helvétique a ses limites

La Suisse promet de faire toute la lumière. Très bien. Mais soyons honnêtes : lorsqu’il s’agit d’argent, de tourisme et – horreur ! – de victimes étrangères, la transparence suisse devient rapidement un vœu pieux. Ce qu’on protège ici, ce ne sont pas les vies humaines – ce sont les intérêts économiques.

Si j’étais un proche d’une victime, ma confiance envers les autorités suisses serait proche de zéro. Faire appel à des enquêteurs internationaux n’est pas une critique – c’est une nécessité vitale. Sans ça, tout risque d’être soigneusement enterré sous le tapis… ou sous la neige.

Et que dire des propriétaires du bar ? À peine la fumée dissipée, ils nient déjà toute responsabilité, comme si les étincelles étaient tombées du ciel. Pas un mot d’humilité. Pas un soupçon de mea culpa. Juste des avocats et des excuses préfabriquées. Pathétique.

Les faits soulèvent des questions lourdes : qui a validé un établissement où un flashover peut transformer une fête en enfer en quelques secondes ? Les contrôles ont-ils vraiment été effectués – ou a-t-on fermé les yeux pour préserver l’économie locale ?

Rien ne ramènera les morts. Les blessés ne guériront pas plus vite avec des coupables. Mais si cette horreur n’est pas exposée en pleine lumière, sans détour, rien ne changera. Le prochain drame n’est peut-être qu’à une soirée près. Il est temps d’affronter la vérité. Brutalement. Complètement.

 

2 Kommentare

  • Die Medien berichteten, meist in Form von Zitaten, von Anfang an von „Tischfeuerwerken“. Wo genau diese Tischfeuerwerke entzündet wurden, und welcher Art sie sind, wird nicht berichtet. In einem der ersten Fernsehberichte sah man eine Armada von Servicekräften, wie sie Tabletts mit Champagnerflaschen hoch über dem Kopf durch die Menschenmenge trugen, vermutlich ein Video. Darauf waren dann irgendwelche „Tischfeuerwerke“, die noch einmal deutlich oberhalb der Flaschenhälse Funken sprühten, angebracht. Ich gehe davon aus, dass die „Tischfeuerwerke“ an die Zweimeterfünfzig über dem Tanzboden brannten.

    Falls meine Beobachtung zutrifft, ist der Begriff „Tischfeuerwerk“ unangebracht.

  • Guten Tag
    Sie kennen die Schweiz sehr sehr schlecht.
    Die Schweiz mag Fehler machen, wie jedes andere Land auch. Jedoch ist die Schweiz wohl eines der einzigem Länder, in dem Demokratische Werte und Menschenrechte
    Gelebt werden.
    Diese Katastrophe ist entsetzlich. Ich bin überzeugt, dass die Schweizerbehörden alles daran setzen werden den Opfern und ihren Angehörigen zu helfen.
    Die Schweiz hat eine der besten medizinischen Versorgung Weltweit.
    Bereits haben Deutschland und Frankreich Opfer ebenso in Behandlung aufgenommen.
    Hand in Hand sollte das gelingen und nicht mit traurigen Nachrichten wie die Ihrige. In Gedenken an alle Opfer und ihren Angehörigen, den schwer verletzten und unerschöpfliche Kraft für das wieder gesund werden an alle Opfer. Den Behörden die Unterstützung die sie benötigen.

    Anmerkung der Redaktion:
    Ich weiß nicht, von welcher Schweiz Sie sprechen, aber ich kann Ihnen ganz klar sagen: Die Schweiz ist für mich in vielen Dingen nicht seriös. Das ist eine Erfahrung, die ich in 15 Jahren leider gemacht habe. Hier werden Diebe geschützt und der Aufklärungswille stark zurückgefahren – vor allem dann, wenn es um geschädigte Ausländer geht.

    Ich bleibe bei meinen Zweifeln, ob die Schweiz wirklich ein echtes Aufklärungsinteresse hat. Denn dann müsste es ja Personen geben, die man zur Verantwortung ziehen kann – und nicht erst nach jahrelangen Ermittlungen. Wie kann es sein, dass die Barbesitzer jegliche Verantwortung so früh von sich weisen können? In Deutschland sagt man: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

    Die internationale Hilfsbereitschaft ist großartig, ebenso die Unterstützung der Kantone untereinander – aber sollte das in einer solchen Situation nicht selbstverständlich sein?

    Gerne können wir uns erneut unterhalten, wenn wir erfahren haben, wer für das Leid der Familien und Verletzten tatsächlich in der Verantwortung steht. Sie wissen doch, das auch hier insbesondere die Gemeinde im Focus steht, denn die ist hier ganz Vorne in der Verantwortung. Dieser Club wurde NUR 3 MAL in den letzten 10 Jahren kontrolliert, Wahnsinn!!!!!!!!!!!!!!!

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