Ein tragisches Unglück hat Menschenleben gefordert und tiefe Spuren hinterlassen – bei Angehörigen, bei Freundinnen und Freunden, bei der gesamten Gemeinschaft. Es sind Momente wie diese, in denen Fassungslosigkeit, Trauer und Wut eng beieinanderliegen. Wir dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen. Zu viel steht auf dem Spiel.
Was geschehen ist, muss vollständig und lückenlos aufgearbeitet werden – mit der gebotenen Sorgfalt, mit Ernsthaftigkeit und mit Transparenz. Es geht nicht nur darum, Antworten auf offene Fragen zu finden, sondern auch darum, Strukturen zu hinterfragen, Abläufe zu prüfen und mögliche Fehler offen zu benennen. Nur wenn wir verstehen, wie es zu diesem Unglück kommen konnte, können wir verhindern, dass sich so etwas jemals wiederholt.
Doch Aufarbeitung allein reicht nicht aus. Es braucht auch Konsequenzen. Diejenigen, die Verantwortung tragen – sei es durch Handeln oder durch Unterlassen –, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Nicht aus Rache, sondern aus Gerechtigkeit. Aus Respekt gegenüber den Opfern und ihrer Hinterbliebenen. Und auch, um das Vertrauen der Menschen in unsere Institutionen, unsere Sicherheitsmechanismen und unsere Gesellschaft nicht endgültig zu verlieren.
Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, bei den Familien, die nun mit einem Verlust weiterleben müssen, den niemand ungeschehen machen kann. Ihnen gilt unser Mitgefühl, unsere Solidarität – und unser Versprechen: Dieses Unglück darf nicht folgenlos bleiben.
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