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CocaCola

selyutinm (CC0), Pixabay
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Der Getränkehersteller Coca-Cola plant, im kommenden Jahr fünf Werke in Deutschland zu schließen. Betroffen sind die Standorte in Köln, Neumünster, Berlin-Hohenschönhausen, Bielefeld und Memmingen. Diese Werke gehören zu Coca-Cola Europacific Partners (CCEP), das in Deutschland für die Abfüllung, den Verkauf und den Vertrieb der Getränke zuständig ist.

505 Arbeitsplätze werden abgebaut

Durch die Schließungen sollen insgesamt 505 Arbeitsplätze wegfallen. Von diesen werden 207 Arbeitsplätze an andere Standorte verlagert, und 78 neue Jobs sollen entstehen. Das Unternehmen erklärte, es müsse sich im hart umkämpften Markt besser aufstellen und die Getränkelogistik verbessern. Es gehe darum, die Produktion und den Vertrieb kostengünstiger zu machen.

In Köln soll die Produktion bis zum 31. März 2025 eingestellt werden. Hier arbeiten aktuell rund 600 Menschen. In den anderen vier Städten gibt es nur Logistikstandorte, an denen Waren verteilt werden. Coca-Cola versprach, die Schließungen und Veränderungen sozial verantwortlich und offen zu gestalten.

Warum werden die Werke geschlossen?

Ein Grund für die Schließungen ist die veränderte Getränkelogistik. Große Kunden von Coca-Cola, wie Supermärkte, lassen ihre Waren jetzt häufiger an zentrale Lager liefern, statt direkt an die Filialen. Kleinere Kunden bestellen oft über den Getränkefachgroßhandel. Das bedeutet, dass weniger Kunden direkt bei Coca-Cola bestellen und die Logistikstandorte weniger zu tun haben.

Coca-Cola Europacific Partners ist das größte Getränkeunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen hat etwa 6.500 Mitarbeiter an 27 Standorten, davon 14 Produktionswerke.

Kritik von der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisierte die Schließungen scharf. Vor allem die Schließung des Standorts Memmingen, wo 37 Arbeitsplätze wegfallen sollen, sorgte für Empörung. Die Gewerkschaft wirft Coca-Cola Profitgier vor. Es gehe nicht wirklich um wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern darum, den Gewinn zu steigern – auf Kosten der Beschäftigten und der Region.

Die Gewerkschaft betont außerdem, dass Coca-Cola sein eigenes Versprechen bricht. Das Unternehmen hatte sich immer als weltweite Marke dargestellt, die regional produziert. Nun gehe es darum, gemeinsam mit den Betriebsräten vor Ort Lösungen zu finden, damit die Beschäftigten sozial abgesichert werden.

Fazit

Die geplanten Schließungen sorgen für viel Kritik und Unmut. Während Coca-Cola versucht, sich wirtschaftlich besser aufzustellen, stehen viele Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Gewerkschaft und die Betriebsräte arbeiten daran, für die betroffenen Mitarbeiter faire Lösungen zu finden. Es bleibt abzuwarten, welche Kompromisse gefunden werden, um die Auswirkungen auf die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten.

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