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Chinas Schmach

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Erstmals seit 1936 kann der Friedensnobelpreis weder an den Preisträger noch an seine Familie überreicht werden.
Der chinesische Dissident Liu Xiaobo sitzt in Haft, seine Frau steht unter Hausarrest. Gegen Lius Anhänger geht Chinas Staatssicherheit zudem massiv vor.

Ein enger Freund Lius wurde am Donnerstag in Peking verhaftet, wie die Menschenrechtsorganisation Chinese Human Rights Defenders (CHRD) am Freitag berichtete. Angehörige der Staatssicherheit hätten den Mann auf offener Strasse in einen Kleinbus gezerrt und verschleppten.

Zhang ist Mitverfasser der «Charta 08» für Demokratie und Menschenrechte in China und hat massgeblich an deren Veröffentlichung mitgearbeitet.

Weitere Aktivisten seien vor der Zeremonie in Oslo aufgegriffen worden und verschwunden, berichtete die CHRD weiter. Unter ihnen seien der Akademiker Cui Weiping und der Journalist Gao Yu in Peking sowie in Xi´an der Aktivist Yang Hai und der Menschenrechtsanwalt Zhang Jiankang.

Zuvor waren bereits Dutzende Regimekritiker festgenommen, unter Hausarrest gestellt, an andere Orte gebracht oder mit Drohungen eingeschüchtert worden. Auch der Bürgerrechtler Zhang war aufgefordert worden, die Hauptstadt mit Agenten der Staatssicherheit für ein paar Tage zu verlassen. Zhang hatte sich aber geweigert.

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