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Chile: Währungsprobleme

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Chiles Zentralbank geht im Kampf gegen die drastische Aufwertung der Landeswährung Peso in die Offensive.Wie Notenbankchef Jose de Gregorio am Dienstag in der chilenischen Hauptstadt Santiago erklärte, soll die umfangreichste Devisenmarkt-Intervention in der jüngeren Geschichte des Landes bereits am Mittwoch starten. Alleine die Ankündigung der Aktion sorgte am Währungsmarkt für eine fast vierprozentige Abwertung des Peso auf 484 Peso je Dollar. Die Regierung Chiles begrüßte den Schritt. Man gehe davon aus, dass die Intervention Erfolg haben werde. Chile ist als größter Kupferproduzent der Erde sehr wichtig für die Weltwirtschaft.

Bis Dezember will die Zentralbank durch tägliche gezielte Operationen 12 Mrd. Dollar (8,9 Mrd. Euro) aufkaufen und so den Peso schwächen. Grund für die erste Intervention seit 2008: Der Peso hat seit Ende Juni mehr als 17 Prozent im Vergleich zum Dollar an Wert gewonnen, was chilenischen Exportunternehmen zunehmend Sorgen bereitet. Auch Brasilien und Kolumbien versuchen derzeit, die Aufwertung ihrer Währungen zu stoppen.

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