Es gibt Champions-League-Klassiker, die bleiben einem ewig im Gedächtnis – und dann gibt es Spiele wie dieses, die für Manchester City-Fans wohl eher in die Kategorie „Schnell vergessen und weitermachen“ fallen.
Titelverteidiger Real Madrid ließ den englischen Meister im Play-off-Rückspiel keine Sekunde lang atmen und sorgte mit einem souveränen 3:1-Sieg für den Einzug ins Achtelfinale. Dass es überhaupt so knapp aussah, lag eher daran, dass Real nach der Pause im Energiesparmodus spielte.
Hauptdarsteller des Abends? Kylian Mbappé, der sich dachte: „Warum nicht mal wieder der Hauptgrund für einen City-Kollaps sein?“ Mit drei Toren zeigte er sich gnadenlos und ließ die City-Verteidigung aussehen wie ein paar Statisten in einem schlechten Fußballfilm.
Manchester City ohne Haaland – und ohne Gegenwehr
Während sich die Königlichen früh in einen „das-gewinnen-wir-locker“-Flow spielten, wirkte Manchester City so, als hätte man vergessen, dass Champions-League-Spiele nicht optional sind.
⚽ 1:0 nach vier Minuten: Ein weiter Pass, Citys Ruben Dias stolpert, und Mbappé hebt den Ball so entspannt über Ederson, dass man meinen könnte, er hätte gerade eine Kaffeepause eingelegt.
⚽ 2:0 nach 33 Minuten: Rodrygo schickt Mbappé, der legt sich den Ball gemütlich zurecht, setzt sich auf ein imaginäres Sofa, macht einen Tee, und tunnelt dann Josko Gvardiol, bevor er locker ins kurze Eck trifft.
⚽ 3:0 nach 61 Minuten: Mbappé hat noch nicht genug, bekommt an der Strafraumgrenze viel zu viel Zeit, überlegt kurz, ob er den Ball auf Social Media posten soll, entscheidet sich dann doch fürs Tor.
Manchester Citys einzige erwähnenswerte Aktion: Ein Ehrentor in der 90. Minute, nachdem Omar Marmoush den Ball an die Latte jagte und Nico Gonzalez aus einem Meter einschob. Wer sich bis dahin gefragt hatte, ob City überhaupt mitspielte, bekam hier die Antwort: Ja, aber nur als Gastteam.
PSG schießt sich den Frust von der Seele, Eindhoven lässt Juventus leiden
Während Real es locker anging, hatte Paris Saint-Germain offenbar noch ein paar Aggressionen abzubauen. Das Ergebnis? Ein 7:0-Schützenfest gegen Brest – oder wie man in Paris sagt: „Typischer Mittwochabend.“
Die Torschützenliste liest sich wie eine Preisverleihung:
🏆 Bradley Barcola (20.)
🏆 Chwitscha Kwarazchelia (39.)
🏆 Vitinha (59.)
🏆 Desire Doue (64.)
🏆 Nuno Mendes (69.)
🏆 Goncalo Ramos (76.)
🏆 Senny Mayulu (86.)
Fazit: Brest kam, sah und wollte sofort wieder nach Hause.
Währenddessen musste Juventus gegen Eindhoven erst in die Verlängerung, um sich zu verabschieden. Nach einem 2:1-Hinspielsieg lief es nicht so gut: Eindhoven drehte die Partie auf 3:1 nach Verlängerung – und Italien hat im Achtelfinale nun nur noch Inter Mailand als Vertreter.
Dortmund macht’s spannend – aber nur in der Kabine
Das vielleicht unspektakulärste Weiterkommen des Abends gab’s von Borussia Dortmund. Nach einem 3:0-Hinspielsieg gegen Sporting Lissabon reichte den Deutschen ein langweiliges 0:0 – ein Spiel, das man sich nur angeschaut hat, wenn man entweder Sabitzer-Fan ist oder gerne Rasenmäher-Geräusche hört.
🎭 Drama gab es dann aber doch – nicht auf dem Platz, sondern danach. Marcel Sabitzer bekam von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick verbal einen mit, weil er im Nationalteam besser als in Dortmund spiele. Sabitzers Reaktion?
„Es ist halt so. Muss man mit umgehen. Hilft nicht wirklich, aber okay.“
Rangnick wiederum meinte auf Canal+, dass er Sabitzer eigentlich „aus der Schusslinie genommen“ hätte – was in etwa so glaubwürdig klingt wie „Manchester City hatte das Spiel im Griff“.
Fazit: Mbappé zaubert, City taumelt, Dortmund gähnt
Während Real Madrid bereits für die nächste Titelverteidigung probt und PSG sieben Tore als Pflichtprogramm abhakt, bleibt für Manchester City nur eins: die Hoffnung, dass Erling Haaland beim nächsten Mal fit ist.
Bis dahin muss Pep Guardiola wohl ein paar Therapiestunden für seine Abwehrspieler buchen. Und bei Dortmund? Nun ja – solange sie nicht gegen PSG oder Real spielen müssen, reicht wohl auch ein weiteres 0:0 zum Weiterkommen.
Kommentar hinterlassen