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Cannabis gegen Kreuzweh: Jetzt wird der Joint zur Tablette

CannabisVera (CC0), Pixabay
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Endlich gute Nachrichten für alle, die beim „Rückenschmerz“ bisher nur an die Couch und Netflix gedacht haben: Laut einer groß angelegten Studie hilft das Cannabis-Extrakt VER-01 tatsächlich gegen chronische Rückenschmerzen – und das angeblich ganz ohne Abhängigkeit. 800 Testpersonen aus Deutschland und Österreich haben mitgemacht, also quasi eine halbe Generation Bandscheibengeschädigter.

Von der Couch in die Apotheke

Das Besondere: VER-01 macht nicht high. Mit 2,5 mg THC pro Dosis reicht’s gerade mal für ein müdes Gähnen. Kein Wunder also, dass das Extrakt in der Apotheke landen soll – und nicht beim Dealer ums Eck. Dort gibt’s bekanntlich andere „Studienprogramme“.

Österreich hinkt hinterher

Während Österreich bisher Cannabis nur in homöopathischen Mengen für schwere Fälle wie Epilepsie oder Multiple Sklerose freigegeben hat, zeigt die Studie: Die Pflanze kann mehr als Duftkissen und Bob-Marley-Deko. Experten schwärmen von einer „eigenständigen Apotheke“ mit 1.000 Wirkstoffen. Klingt fast so, als hätte Mutter Natur das erste Shoppingcenter für Schmerzpatienten gebaut.

Rückenschmerzen? Ja, willkommen im Club

Weltweit leiden rund 500 Millionen Menschen an chronischem Kreuzweh. Meist hilft Krankengymnastik oder Bewegung. Doch weil Sport bekanntlich weh tut, verschreibt man sonst gern mal Opioide – die machen zwar abhängig, aber hey: immerhin schmerzfrei süchtig.

Hier soll nun Cannabis punkten. Laut Studie schliefen die Teilnehmer besser, hatten weniger Schmerzen und fühlten sich insgesamt wohler. Der Unterschied: 1,9 Punkte Schmerzreduktion gegenüber 1,4 im Placebo. Kurz gesagt: Der Unterschied ist klein – aber immerhin kann man danach im Freundeskreis erzählen, man nehme jetzt „medizinisches Gras“.

Kein Entzug, kein Problem?

Die Forscher betonen: Entzugssymptome? Fehlanzeige! Wer VER-01 absetzt, merkt keinen Unterschied – fast so, als hätte man die Tabletten sowieso vergessen. Ein Vorteil gegenüber Opioiden, die bekanntlich mehr Fesseln als lösen.

Aber Vorsicht, Euphorie!

Nicht alle sind begeistert. Kritiker sagen, der Effekt sei minimal und klinisch kaum relevant. Sprich: Ob Cannabis-Extrakt oder Placebo – am Ende sitzt man doch wieder mit Wärmflasche auf der Couch und hofft auf bessere Zeiten.

Fazit: Ob VER-01 tatsächlich das Wundermittel gegen Rückenschmerzen wird, entscheiden nun die Arzneimittelbehörden. Bis dahin bleibt’s bei der alten Regel: Wer Rücken hat, soll sich bewegen. Oder eben weiter hoffen, dass die nächste Studie endlich die Erlaubnis für den legalen Feierabend-Joint bringt.

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