Der chinesische Autobauer BYD hat im Jahr 2025 einen historischen Rekord aufgestellt und weltweit mehr Elektroautos verkauft als jedes andere Unternehmen. Insgesamt konnte das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge absetzen. Damit überholte BYD erstmals den bisherigen Branchenführer Tesla deutlich.
Tesla, das Unternehmen von Elon Musk, hatte in den ersten drei Quartalen des Jahres 1,22 Millionen Fahrzeuge verkauft. Für das vierte Quartal wurden knapp 450.000 weitere Auslieferungen erwartet, was insgesamt rund 1,65 Millionen Fahrzeuge ergeben hätte – ein Rückgang von etwa 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Rückstand auf BYD wäre damit beträchtlich.
BYD wurde 1995 gegründet und begann ursprünglich als Batteriehersteller. Heute gehört der Konzern zu den wichtigsten Akteuren auf dem globalen Automarkt. Während das Unternehmen auf dem chinesischen Markt mit einem harten Preiskampf konfrontiert ist, wächst der internationale Absatz stetig. BYD feiert Exporterfolge in Südostasien, im Nahen Osten und zunehmend auch in Europa, wo neben reinen Elektroautos auch Hybridmodelle gut angenommen werden.
Auch auf internationaler wirtschaftspolitischer Ebene gab es Bewegung: Das US-Handelsministerium hat die Anti-Dumping-Zölle auf mehrere italienische Pastamarken deutlich gesenkt. Die Maßnahme betrifft 13 bekannte Hersteller aus Italien. Die italienische Regierung wertete die Entscheidung als Anerkennung für die Kooperationsbereitschaft der betroffenen Unternehmen.
Zuvor war es zwischen den USA und Italien zu erheblichen Spannungen gekommen. Das US-Handelsministerium hatte den italienischen Produzenten Preisdumping vorgeworfen und Strafzölle in Höhe von 91,74 Prozent verhängt, zusätzlich zum bestehenden Einfuhrzoll von 15 Prozent. Diese beinahe 107-prozentige Belastung sollte ursprünglich im Januar 2026 in Kraft treten. Die jetzige Kurskorrektur deutet auf eine Entspannung im sogenannten „Pastakrieg“ hin und wird in Rom als diplomatischer Erfolg gefeiert.
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