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Daniel6D (CC0), Pixabay
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Die Bundeswehr wird ihren letzten Stützpunkt in Westafrika schließen. Das Verteidigungsministerium hat heute die Obleute des Bundestags über diese Entscheidung informiert. Demnach soll der Luftwaffenstützpunkt in Niamey, Niger, zum 31. August geschlossen werden. Die dort stationierten Soldaten werden nach Deutschland zurückkehren.

Niger, ebenso wie die Nachbarländer Mali und Burkina Faso, galt lange Zeit als ein wichtiger Partner des Westens in dieser Region. Nach einem Militärputsch vor knapp einem Jahr versuchte die Bundesregierung, eine Zusammenarbeit mit der neuen Führung in Niger zu etablieren. Allerdings konnten nicht die erforderlichen Sicherheitsgarantien für die deutschen Soldaten erreicht werden.

Die Region wird seit Jahren von islamistischen Terrorgruppen bedroht, die sich immer weiter ausbreiten. Auch in Mali und Burkina Faso kam es zu Regierungswechseln durch Putschisten, was die politische Stabilität und die Sicherheitslage weiter verschlechtert hat.

Die Entscheidung, den Stützpunkt in Niamey zu schließen, spiegelt die Herausforderungen und Risiken wider, denen internationale Militärmissionen in dieser instabilen Region gegenüberstehen. Sie markiert das Ende eines bedeutenden Engagements der Bundeswehr in Westafrika und unterstreicht die schwierige Sicherheitslage, die durch den Einfluss extremistischer Gruppen und politische Umbrüche geprägt ist.

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