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Brandanschlag vor Synagoge: Jüdische Rettungswagen in London in Flammen

geralt (CC0), Pixabay
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In der Nacht zum Montag wird die Ruhe im Londoner Stadtteil Golders Green jäh zerstört. Gegen 1.30 Uhr reißen Explosionen die Anwohner aus dem Schlaf, Flammen erleuchten den Himmel über dem Viertel, das als Zentrum der jüdischen Gemeinde in der britischen Hauptstadt gilt.

Vor einer Synagoge stehen mehrere Rettungswagen in Brand.

Wie die Polizei mitteilt, wurden Fahrzeuge der jüdischen Hilfsorganisation Hatzola gezielt angezündet. Sicherheitsaufnahmen zeigen drei maskierte Täter, die sich einem der Wagen nähern – und ihn in Brand setzen. Wenig später greifen die Flammen auf weitere Fahrzeuge über.

Insgesamt vier von sechs Rettungswagen wurden zerstört.

Die Detonation von Gasflaschen in den Fahrzeugen verstärkte die Explosionen, die in der Umgebung zu hören waren. Dutzende Feuerwehrleute sind im Einsatz, Teile der Nachbarschaft werden vorsorglich evakuiert.

Die Metropolitan Police spricht von einem mutmaßlich antisemitischen Hassverbrechen. „Der Brandanschlag wird als antisemitisch motiviert eingestuft“, heißt es in einer Erklärung. Festnahmen gab es bislang nicht, nach den drei Verdächtigen wird gefahndet.

Für die Gemeinde ist der Angriff ein Schock. Hatzola, eine ehrenamtliche Organisation, leistet in Nordlondon medizinische Notfallhilfe – oft schneller als reguläre Dienste. Tausende Einsätze pro Jahr, von kleineren Verletzungen bis zu lebensbedrohlichen Notfällen.

„Das ist ein direkter Angriff auf unsere Gemeinschaft“, sagt der Vorsitzende der Organisation. Mit den zerstörten Fahrzeugen fehlt nun ein erheblicher Teil der Einsatzkapazität.

Auch die Polizei zeigt sich besorgt. Man werde die Präsenz im Viertel erhöhen und eng mit religiösen Einrichtungen zusammenarbeiten, um Sicherheit zu gewährleisten.

Golders Green ist bekannt für seine zahlreichen Synagogen, Schulen und koscheren Geschäfte – und für ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Der Angriff trifft diesen Ort ins Mark.

Was bleibt, sind ausgebrannte Fahrzeuge, verunsicherte Anwohner – und die Frage, wer hinter der Tat steckt.

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