Politik

Boris geht nach Hause

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Der britische Premierminister Boris Johnson tritt als Chef seiner Konservativen Partei zurück. Er wolle aber als Regierungschef weitermachen, bis ein Nachfolger gewählt ist, sagte Johnson am Donnerstag in London. „Es ist eindeutig der Wille der Konservativen Partei, dass es einen neuen Führer und damit einen neuen Premierminister gibt.“

Johnson zeigte sich „traurig, den besten Job der Welt aufzugeben. Aber so ist nun einmal.“ Kurz vor seiner Rücktrittsankündigung ernannte er noch neue Minister. Allerdings fordern zahlreiche Parteifreunde, der 58-Jährige solle sofort auch als Regierungschef abtreten. Die Opposition verlangt eine Neuwahl.

Johnson geriet in den vergangenen Tagen stark unter Druck. Seit Dienstagabend traten mehr als 50 Minister, Staatssekretäre und andere Regierungsvertreter aus Protest gegen Johnson zurück. Zuletzt forderte ihn sogar der erst am Dienstag ins Amt berufene Finanzminister Nadhim Zahawi zum Rücktritt auf. Dieser hatte trotz der Rücktrittswelle noch am Mittwoch erklärt, er wolle im Amt bleiben.

Zahawi gilt wie Außenministerin Liz Truss und Handelsministerin Penny Mardaunt als möglicher Nachfolger. In Umfragen führt Verteidigungsminister Ben Wallace. Offiziell hat bisher nur Generalstaatsanwältin Suella Braverman ihre Kandidatur angekündigt. Als mögliche Johnson-Nachfolgerin gilt auch Außenministerin Liz Truss. Diese brach Medienberichten zufolge ihre Reise zum G-20-Gipfel nach Indonesien ab.

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