Am Montag, dem 28. Juli, kam es in mehreren US-Großstädten zu gleich vier Massenschießereien mit insgesamt mindestens zehn Todesopfern und über einem Dutzend Verletzten. Die Vorfälle ereigneten sich in Atlanta, New York, Detroit und Reno – und markieren einen der gewaltsamsten Tage des Jahres in den Vereinigten Staaten.
Die Vorfälle im Überblick:
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Atlanta (Georgia): Bei einer Schießerei im Nachtlebenviertel der Stadt wurde ein Mann getötet und zehn weitere verletzt, darunter mehrere unschuldige Passanten. Die Polizei sucht derzeit nach vier Verdächtigen.
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Detroit (Michigan): An einer Tankstelle wurden zwei Menschen erschossen und zwei weitere verletzt. Eine Frau erlag später ihren Verletzungen im Krankenhaus.
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Reno (Nevada): Vor dem Grand Sierra Resort wurden drei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Schütze befindet sich in kritischem Zustand – ebenso zwei weitere Opfer.
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New York (Manhattan): In einem Hochhaus in der Nähe des Rockefeller Centers erschoss ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Täter vier Menschen, darunter einen Polizisten. Danach nahm er sich selbst das Leben. Der Täter wurde als Shane Tamura (27) aus Nevada identifiziert. Sein Motiv ist noch unklar.
Gewaltwelle hält an
Laut der Organisation Gun Violence Archive hat es in den USA im Jahr 2025 bereits über 250 Massenschießereien gegeben. Im Durchschnitt sterben täglich 125 Menschen durch Schusswaffen, über 200 werden verletzt.
Am Wochenende vor dem 28. Juli hatte ein weiterer Angriff in Michigan für Aufsehen gesorgt: In einem Walmart in Traverse City stach ein Mann elf Menschen nieder. Auch auf den Turks- und Caicosinseln kam es zu einer seltenen Massenschießerei, bei der drei Menschen starben und zehn verletzt wurden.
Die Häufung solcher Gewalttaten wirft erneut die Frage auf, wie effektiv die Waffengesetze in den USA sind – und wie mit der anhaltenden Welle der Waffengewalt politisch umgegangen werden soll.
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