Im US-Bundesstaat Utah ist eine dreifache Mutter wegen des Mordes an ihrem Ehemann schuldig gesprochen worden – ein Fall, der landesweit für Aufsehen sorgte. Besonders brisant: Die Frau hatte nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch über Trauer veröffentlicht.
Die Jury befand die 35-jährige Kouri Darden Richins am 16. März nach nur gut drei Stunden Beratung für schuldig. Sie wurde unter anderem wegen Mordes ersten Grades, versuchten Mordes, Urkundenfälschung und Versicherungsbetrugs verurteilt. Ihr Ehemann Eric Richins (39) war im März 2022 an einer Überdosis Fentanyl im gemeinsamen Haus im Bundesstaat Utah gestorben.
Laut Staatsanwaltschaft handelte die Angeklagte aus finanziellen Motiven. Aufgrund eines Ehevertrags hätte sie im Falle einer Scheidung kaum Geld erhalten. Stattdessen soll sie zunächst versucht haben, ihren Mann am Valentinstag mit einem vergifteten Sandwich zu töten. Als dies misslang, habe sie ihm später ein mit Fentanyl versetztes Getränk gegeben, an dem er schließlich starb.
Die Anklage zeichnete das Bild einer Frau, deren Immobiliengeschäft finanziell stark unter Druck stand. Nach dem Tod ihres Mannes soll sie hohe Summen aus Lebensversicherungen erhalten und innerhalb kurzer Zeit ausgegeben haben.
Für besonderes Aufsehen sorgte zudem, dass Richins nach der Tat ein Kinderbuch über den Verlust eines geliebten Menschen veröffentlichte und öffentlich als trauernde Witwe auftrat. Die Staatsanwaltschaft wertete dies als Versuch, von sich abzulenken.
Die Verteidigung bestritt die Vorwürfe und argumentierte, es gebe keine eindeutigen Beweise für eine gezielte Vergiftung. Der Ehemann habe gesundheitliche Probleme gehabt und könnte selbst mit Drogen in Kontakt gekommen sein.
Mehrere Zeugenaussagen, Finanzanalysen sowie digitale Spuren – darunter gelöschte Nachrichten und Internet-Suchanfragen – belasteten jedoch die Angeklagte.
Das Strafmaß soll am 13. Mai verkündet werden. Der Verurteilten droht eine Haftstrafe von 25 Jahren bis lebenslang.
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