Finanzwelt in Schockstarre – Krypto-Jünger beten jetzt zu Elon Musk
Oktober 2025: Die Sonne scheint, Vögel singen, und Bitcoin fliegt – direkt in himmlische Höhen. 126.290 US-Dollar kostet eine einzige dieser digitalen Goldmünzen. Krypto-Influencer tanzen auf Twitter, Investment-Gurus verteilen Buy-Orders wie Gratisgummibärchen, und irgendwo ruft jemand zum letzten Mal „To the moon!“.
Fast forward zu heute – und der Mondflug endet in einer Bruchlandung auf dem Parkplatz eines amerikanischen Baumarkts: Bitcoin fällt unter die Marke von 80.000 Dollar, aktuell bei 78.720 Dollar. Das ist kein kleiner Hüpfer, das ist ein kapitaler Bauchklatscher. Mehr als ein Drittel Wertverlust seit Oktober – was bedeutet: Aus Lamborghini-Träumen werden wieder Opel-Corsa-Realitäten.
Auch Ether, die ewige Zweite im Krypto-Rennen, zieht nach: -12 Prozent, Tendenz Richtung Sofa, zusammen mit dem schlechtgelaunten Daytrader, der sie gekauft hat.
Warum? Wer ist schuld? Natürlich der neue Fed-Chef.
Marktbeobachter suchen wie immer verzweifelt nach Gründen – gefunden haben sie: Kevin Warsh, frischgekürter Chef der US-Notenbank. Der Mann hat noch nicht mal richtig in seinem neuen Stuhl Platz genommen, da bekommt der Dollar plötzlich Superkräfte – was wiederum den Bitcoin wie einen nassen Waschlappen an die Wand klatscht.
Warsh gilt als jemand, der nicht gern Geld druckt, was in der Welt der Kryptowährungen etwa so ist, als würde man einem NFT erklären, dass es doch nur ein Screenshot sei.
Krypto-Glaube erschüttert – Gold lacht leise im Hintergrund
Während Bitcoin taumelt wie ein überhitzter Gaming-PC, schießen Gold und Aktien weiter nach oben. Der Markt scheint sich aktuell mehr für echte Dinge zu interessieren – wie Unternehmen, Metalle oder funktionierende Geschäftsmodelle. Krypto? Das ist gerade eher der verrückte Onkel, über den man auf Familienfeiern höflich lächelt, aber niemandem seine Wallet zeigen möchte.
Trump war’s nicht – dieses Mal
Einige hatten gehofft, dass US-Präsident Donald Trump, bekanntlich Fan von „very strong, very real money“, durch seine kryptofreundlichen Lippenbekenntnisse für Kursfantasien sorgen würde. Aber bislang bleibt es beim Hoffnungsschimmer auf „Regulierung mit Herz“. Der Markt hingegen hat gerade eher Herzrasen.
Und nun? HODL oder heulen?
Die Stimmung in einschlägigen Foren schwankt zwischen stoischem Durchhalten („Bitcoin ist ein Lebensgefühl“) und nervösem Refreshen der Kurs-Apps im Minutentakt. Besonders hart trifft es jene, die noch im Oktober in Euphorie eingestiegen sind – und jetzt feststellen, dass digitale Währungen auch ganz reale Schmerzen verursachen können.
Doch keine Sorge – Krypto lebt. Vielleicht nicht gerade im Kurs, aber definitiv in den Memes.
Fazit:
Bitcoin ist wie ein Teenager mit Stimmungsschwankungen: Erst euphorisch, dann depressiv, zwischendurch rebellisch – und keiner weiß, was als Nächstes kommt. Nur eines ist sicher: Die nächste Rallye kommt bestimmt. Irgendwann. Vielleicht. Unter einem anderen Präsidenten. Oder auf einem anderen Planeten.
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