Startseite Allgemeines Berliner SPD will Bürger auf die Nase fallen lassen – wortwörtlich
Allgemeines

Berliner SPD will Bürger auf die Nase fallen lassen – wortwörtlich

Felix-Mittermeier (CC0), Pixabay
Teilen

Berlin rutscht. Nicht etwa in metaphorischer, politischer Hinsicht – das wäre ja Alltag –, sondern ganz real: auf Gehwegen, Straßen und an Haltestellen. Glatteis überzieht seit Tagen die Hauptstadt, doch das Streusalz bleibt offenbar unter Verschluss. Und wer hätte gedacht, dass der Koalitionspartner SPD eine solch zupackende Vision für die Stadt hat: Ein Berlin, das wieder den Boden der Tatsachen spürt – mit dem Gesicht zuerst.

Denn was könnte bürgernäher sein als das körperliche Erleben der Berliner Realität? In einer Welt der digitalen Entfremdung ist das Ausrutschen auf dem vereisten Bürgersteig vielleicht der letzte echte, analoge Kontakt zur eigenen Stadt. Und die SPD? Sie bleibt konsequent. Schließlich hat sie sich nicht zuletzt in der Wohnungspolitik einen Namen dafür gemacht, Probleme auszusitzen, bis sie vereisen.

CDU will helfen – wie unhöflich!

Die CDU wagte es indes, ein Sakrileg zu begehen: Sie bot eine Lösung an. Ja, wirklich. Sie wollte das Glatteis beseitigen. Schnell. Für die Bürger. Unverschämtheit! Wo kommen wir denn hin, wenn plötzlich jemand in der Koalition das Anliegen der Bevölkerung ernst nimmt? Das würde ja bedeuten, dass Regierungshandeln etwas mit Alltag zu tun haben könnte. Glücklicherweise hat die SPD sofort gebremst – metaphorisch wie wörtlich.

Mehr Körperkontakt mit der Kälte

Vielleicht ist es auch ein unausgesprochenes Pilotprojekt für die soziale Durchmischung. Der Manager, der auf dem Weg zum Büro ausrutscht, liegt plötzlich neben der Verkäuferin, die mit dem Fahrrad gestürzt ist. Da trifft sich dann die Berliner Stadtgesellschaft auf dem eiskalten Asphalt – Gleichheit durch Gleichgewichtsstörung. Vielleicht ist das die neue solidarische Stadt, von der die SPD immer spricht.

„Das war schon immer so“

Auf Nachfrage erklärte ein nicht näher genannter SPD-Sprecher sinngemäß: „Das ist halt Winter.“ Man könnte meinen, der politische Plan bestehe darin, die Berliner mit sich selbst ins Rutschen zu bringen – um später großspurig Hilfe zu versprechen, sobald der Frühling das Problem sowieso erledigt hat. Klimawandel ist schließlich auch eine Art kommunale Lösung.

Fazit

In einer Stadt, in der funktionierende Aufzüge schon als Luxus gelten und man Busfahrplänen mehr traut als den Haushaltssperren, ist das Glatteis auf den Straßen vielleicht auch ein Gleichnis für die politische Stimmung: rutschig, gefährlich und voller Überraschungen.
Und wer fällt? Na, der Bürger natürlich. Aber keine Sorge – die SPD steht bereit. Nicht mit Salz, aber mit einem Pressestatement.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

„Machtpolitik“ – Friedrich Merz und der Traum vom autoritären Charisma

Ein satirischer Versuch, ein großes Wort mit noch größerem Selbstbewusstsein zu sezieren...

Allgemeines

Trump will’s wissen: Mehr Termine, mehr Medien – weniger Zweifel an seiner Energie

Präsident Donald Trump lässt sein öffentliches Erscheinungsbild überarbeiten – und zwar auf...

Allgemeines

„Ein Hurrikan zieht auf“ – Kuba bereitet sich auf den Ernstfall vor, während die USA den Ölhahn zudrehen

Die Spannungen zwischen den USA und Kuba haben einen neuen Höhepunkt erreicht....

Allgemeines

US-Kongress einigt sich auf Kompromiss – Shutdown vorerst abgewendet

In letzter Minute haben sich Demokraten, republikanische Senatoren und das Weiße Haus...