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Barclays kündigt Kreditkarten – Bank zieht sich aus deutschem Privatkundengeschäft zurück

stevepb (CC0), Pixabay
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Der britische Finanzkonzern Barclays zieht sich schrittweise aus dem deutschen Privatkundengeschäft zurück – mit deutlichen Folgen für hunderttausende Kreditkartenkunden. Im Zuge der Neuausrichtung hat das Unternehmen begonnen, bestehende Kreditkartenverträge zu kündigen oder umzustellen. Viele Kunden wurden bereits schriftlich über Änderungen der Konditionen informiert.

Nach Angaben von Branchenportalen wie Finanztip und Teltarif werden derzeit zahlreiche Nutzer der beliebten Barclays Visa-Karte aufgefordert, neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Dazu zählt unter anderem eine neue Gebühr von zwei Euro pro Lastschriftzahlung. Wer der Änderung nicht zustimmt, dem droht laut Schreiben der Bank die Kündigung der Kreditkarte.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Verkauf des deutschen Konsumentengeschäfts an die österreichische BAWAG PSK. Die Transaktion wurde Anfang 2025 abgeschlossen. Damit übergibt Barclays die Verantwortung für rund 1,2 Millionen Kreditkartenkunden an die BAWAG, die das Geschäft unter eigener Leitung fortführen wird. Barclays will sich künftig auf das Investmentbanking, Firmenkundengeschäft und Vermögensverwaltung konzentrieren.

Zwar betonen beide Banken, dass bestehende Kartenverträge zunächst weitergeführt werden und sich am Zugang zu Online-Banking, App und PINs nichts ändere. Doch langfristige Änderungen gelten als wahrscheinlich. So berichten Nutzer in Finanzforen von Schreiben, in denen Barclays die kostenlose Visa-Karte auf eine gebührenpflichtige „Platinum Double“-Variante umstellen möchte.

Kunden und Verbraucherschützer reagieren besorgt. „Wer ein Schreiben erhält, sollte es aufmerksam lesen und genau prüfen, ob sich Gebühren oder Leistungen ändern“, empfiehlt Finanztip. Sollte die Karte tatsächlich gekündigt werden, haben Kunden die Möglichkeit, rechtzeitig zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Finanzexperten sehen in dem Schritt eine Konzentration des Bankensektors, die für Verbraucher weniger Wettbewerb bedeuten könnte. Besonders betroffen sind Kunden, die die Barclays-Karte aufgrund ihrer gebührenfreien Auslandseinsätze und günstigen Konditionen gewählt hatten.

Die BAWAG hat angekündigt, die Übernahme „kundenorientiert und schrittweise“ zu gestalten. Dennoch bleibt offen, ob die neuen Eigentümer die Konditionen dauerhaft beibehalten.

Für Verbraucher gilt daher: Vorsicht bei Mitteilungen der Bank, Fristen beachten und mögliche Alternativen prüfen.

Der Rückzug von Barclays aus Deutschland markiert einen weiteren Schritt im europaweiten Umbau des Konzerns – und für viele Kunden das Ende einer Ära der kostenlosen Kreditkarte, die einst als Musterbeispiel für kundenfreundliches Banking galt.

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