Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor den Angeboten der Plattform Interactive Assets, die über die Website interactiveassets.pro operiert. Es besteht der Verdacht, dass die Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten.
Identitätsmissbrauch und irreführende Angaben
Die unbekannten Betreiber der Website behaupten, ihr Angebot stamme von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH oder der Börse Stuttgart GmbH und sei zudem durch die BaFin beaufsichtigt. Diese Angaben sind jedoch unwahr. Es handelt sich um Identitätsmissbrauch, da weder die genannte Börse noch die BaFin mit Interactive Assets in Verbindung stehen oder deren Aktivitäten beaufsichtigen.
Die BaFin stellt klar: Interactive Assets wird nicht von der Behörde überwacht, und die Behauptungen auf der Website sind irreführend.
Die Warnung der BaFin basiert auf den Vorschriften des § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) sowie des § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KryptoMaG).
Was Verbraucher wissen sollten
Die BaFin sowie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei Online-Investitionen besonders vorsichtig zu sein. Vor einer Geldanlage sollten Anbieter gründlich überprüft werden, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.
Der BaFin-Verbraucherschutzpodcast „Vorsicht, Betrug“ bietet nützliche Hinweise, wie sich Verbraucher gegen Finanzbetrug schützen können.
Schutzmaßnahmen für Verbraucher
- Überprüfen Sie Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß zugelassen sind.
- Seien Sie skeptisch bei Plattformen, die mit der BaFin-Aufsicht werben, ohne in der BaFin-Datenbank gelistet zu sein.
- Recherchieren Sie Anbieter sorgfältig und prüfen Sie deren Angaben zu Sitz, Zulassung und Geschäftstätigkeit.
- Kontaktieren Sie im Zweifel die BaFin oder andere offizielle Stellen, bevor Sie investieren.
Die BaFin betont, dass Verbraucherinnen und Verbraucher bei unseriösen Angeboten wachsam bleiben und sich über ihre Rechte und Schutzmaßnahmen informieren sollten.
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