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BaFin warnt: Betrügerische WhatsApp-Gruppen nutzen Namen von State Street Investment Management

geralt (CC0), Pixabay
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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist auf Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit der Webseite ssimint.com und verschiedenen WhatsApp-Gruppen hin.

Es wird fälschlich behauptet, diese Gruppen würden von der State Street Investment Management (früher: State Street Global Advisors, SSGA) oder verbundenen Unternehmen betrieben. Namentlich genannt werden angebliche Gruppenleiter wie Michael J. Solecki und eine „Assistentin“ Talia König. Zwar existiert ein Mitarbeiter mit ähnlichem Namen bei State Street Investment Management, jedoch besteht keinerlei Verbindung zwischen ihm, dem Unternehmen und den WhatsApp-Gruppen.


So funktioniert die Masche

  • Über Social Media (z. B. Instagram, Facebook) werden Anleger:innen in WhatsApp-Gruppen gelockt, u. a. mit Namen wie DAX-Strategieaustausch-308, Investoren Allianz2 oder SSGA Investmentclub 42.

  • In den Gruppen treten vermeintliche „Finanzexperten“ auf, die Tipps und Seminare zum Aktienhandel geben.

  • Über Wochen wird Vertrauen aufgebaut, bevor ein angeblich exklusives Investmentprogramm (Angel-Investment-Program 3) vorgestellt wird.

  • Anleger:innen sollen über die App SSIM INT Konten eröffnen – tatsächlich handelt es sich um Fake-Konten, auf die kein Zugriff möglich ist.

  • Zunächst sind kleine Testauszahlungen möglich, später werden jedoch Einzahlungen in größerem Umfang verlangt, oft in Kryptowährungen oder auf ausländische Konten.

  • Am Ende sind Auszahlungen blockiert oder an unerfüllbare Bedingungen geknüpft. Die Webseiten wechseln häufig, sodass Betroffene keinen Zugang mehr haben.


Wichtige Hinweise für Verbraucher:innen

  • State Street Investment Management bietet keine WhatsApp-Gruppen oder Angel-Investment-Programme an.

  • Kein seriöses Institut nimmt ungefragt über WhatsApp, Telefon oder Messenger-Dienste Kontakt zu Anleger:innen auf.

  • Wer in Deutschland Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen anbietet, benötigt eine Erlaubnis der BaFin.

Ob ein Anbieter zugelassen ist, können Sie in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen.


Schutz vor Finanzbetrug

Die BaFin empfiehlt:

  • Seien Sie misstrauisch bei hohen Gewinnversprechen und exklusiven Clubs.

  • Überweisen Sie kein Geld, solange die Seriosität nicht zweifelsfrei geklärt ist.

  • Dokumentieren Sie verdächtige Kontakte und wenden Sie sich an die BaFin, die Polizei oder Verbraucherzentralen.

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik „Finanzbetrug erkennen“ auf der BaFin-Website.


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