Identitätsdiebstahl für Fake-Festgeldangebote – Verbraucherinnen und Verbraucher zur Vorsicht aufgerufen
Bonn/Hamburg – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor betrügerischen E-Mails, in denen Festgeldanlagen unter dem Namen der Hamburger Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH angeboten werden. Diese Angebote stammen nicht von dem lizenzierten Finanzinstitut – vielmehr handelt es sich um einen Fall von Identitätsdiebstahl.
Gefälschte E-Mails mit seriösem Anschein
Die BaFin weist darauf hin, dass die betrügerischen Nachrichten unter anderem über die E-Mail-Adresse
„alexander.schuetzenmeister(at)hh-asset.com“ verbreitet werden. Die Täter verwenden dabei gefälschte Signaturen der Hamburger Gesellschaft, um Seriosität vorzutäuschen. Es ist außerdem möglich, dass auch andere Varianten der E-Mail-Endung „(at)hh-asset.com“ in Kombination mit verschiedenen Vor- und Nachnamen verwendet werden.
Wichtig zu wissen:
Die Hamburger Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH steht in keinerlei Verbindung zu den versendeten Angeboten oder zur genannten Person. Sie bietet keine Festgeldprodukte an.
Illegale Bankgeschäfte ohne Erlaubnis
Laut BaFin liegt ein klarer Verstoß gegen das Kreditwesengesetz (§ 37 Abs. 4 KWG) vor. Wer in Deutschland Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen erbringt, benötigt dafür eine schriftliche Erlaubnis der BaFin. Viele Betrüger operieren jedoch ohne Genehmigung.
Ob ein Unternehmen über eine solche Zulassung verfügt, können Verbraucherinnen und Verbraucher in der BaFin-Unternehmensdatenbank online überprüfen.
Was Sie jetzt beachten sollten
Die BaFin, das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter (LKA) raten:
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Seien Sie besonders wachsam bei Finanzangeboten im Internet, die ungewöhnlich hohe Zinsen oder sichere Festgeldanlagen versprechen.
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Recherchieren Sie Anbieter gründlich, bevor Sie Geld überweisen.
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Achten Sie auf korrekte Firmen-E-Mail-Adressen und prüfen Sie immer die Webdomains genau.
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Bei Zweifeln: Kontaktieren Sie die BaFin, Ihre Hausbank oder Verbraucherschutzstellen.
Weitere Tipps und Hinweise erhalten Sie in der Podcast-Folge „Vorsicht, Betrug“ des Verbraucherschutzformats der BaFin. Dort erfahren Sie, wie Sie betrügerische Maschen erkennen und sich effektiv schützen können.
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