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Australiens Gesundheitswesen vor dem Kollaps: Kann es noch gerettet werden?

qimono (CC0), Pixabay
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Australiens einst hochgelobtes universelles Gesundheitssystem steht vor einer tiefen Krise. Besonders in ländlichen Regionen wie Streaky Bay wird der Mangel an Ärzten und die Unterfinanzierung deutlich: Viele Patienten müssen lange Wege und hohe Kosten auf sich nehmen, um medizinische Versorgung zu erhalten. Immer mehr Arztpraxen verzichten auf die vollständige Abrechnung über Medicare („bulk billing“), da die staatlichen Erstattungen die tatsächlichen Behandlungskosten nicht mehr decken. Patienten zahlen zunehmend hohe Eigenbeteiligungen oder verzichten ganz auf Arztbesuche.

Die steigenden Kosten belasten vor allem ärmere und chronisch kranke Menschen und verschärfen soziale Ungleichheiten. Experten warnen, dass die Situation nicht mehr nur einzelne Regionen betrifft, sondern landesweit spürbar wird. Bei der Parlamentswahl am 3. Mai spielt das Thema Gesundheit eine zentrale Rolle: Beide großen Parteien versprechen Milliardeninvestitionen, doch Kritiker sehen darin nur kurzfristige Lösungen und fordern umfassende Reformen der Finanzierungsstrukturen von Medicare.

Während einige vorschlagen, das System künftig nur noch als „Sicherheitsnetz“ für Bedürftige zu erhalten, betonen andere die Notwendigkeit, den universellen Anspruch auf Gesundheitsversorgung zu bewahren. Ohne entschlossene Reformen, so die Experten, könnte sich die Lage weiter dramatisch verschärfen – und der Traum einer allgemeinen, bezahlbaren Gesundheitsversorgung endgültig platzen.

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