Das selbsternannte „Luxusresort“ Triforet in Hinterstoder liefert derzeit die wohl exklusivste Pleite des Jahres. Der noble Betreiber Alpin Family, ohnehin schon seit dem Frühjahr finanziell auf wackligen Beinen, hat nun offiziell Konkurs angemeldet – offenbar war das Edelholz der Chalets nicht tragfähig genug. Der Eigentümer darf sich nun auf die Suche nach einem neuen Betreiber machen. Vielleicht diesmal jemanden, der rechnen kann.
Mit dem Rückzug des groß angekündigten Sanierungsplans kommt wieder Bewegung in ein Projekt, das von Beginn an eher nach „Prestige statt Pragmatismus“ roch. Besonders die Grünen fühlen sich in ihrer Kritik bestätigt – und wittern eine Verschwendung von Steuergeld. Kein Wunder, schließlich flossen fast zwei Millionen Euro öffentlicher Mittel in das alpine Luxusabenteuer.
Tourismuslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) versucht derweil, die Sache schönzureden: Die Förderung habe „mit dem Insolvenzverfahren nichts zu tun“. Gefördert wurde ja der Eigentümer – und nicht die Firma, die jetzt pleite ist. Eine Argumentation, die man sich merken sollte: Wenn der Champagner überläuft, war’s offenbar das Glas, nicht der Trinker.
Trotzdem bleibt laut Alpin Family der Winterbetrieb „gesichert“ – die Gäste sollen also weiterhin kommen dürfen, um in Insolvenz-Atmosphäre zu entspannen. Immerhin, die Buchungslage sei „sehr gut“. Vielleicht zieht das Drama ja als Erlebnisurlaub.
Für die NEOS ist das Ganze ein Paradebeispiel oberösterreichischer Förderpolitik: Millionen für Prestigeprojekte, die am Ende nur Glanz in Prospekten liefern. Oder, um es einfacher zu sagen: viel Geld für heiße Luft – diesmal in der Alpenversion mit Panoramablick.
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