Was für ein entspannter Freitagabend im Nahen Osten: Israel schickt rund 200 Kampfjets zum „Präventivstreicheln“ des Iran, der bedankt sich artig mit knapp 100 Raketen. Resultat: über 70 Tote im Iran, über 60 Verletzte in Israel, mindestens drei getroffene Atomanlagen und, ganz nebenbei, eine mittelgroße geopolitische Kernschmelze.
Aber keine Panik – laut israelischem Armeesprecher ist das alles „zielgerichtet“, „schnell“ und natürlich „verhältnismäßig“. Immerhin: Nicht alle Raketen haben getroffen. Ein Hoch auf moderne Flugabwehr und ihre kreative Fähigkeit, durch das eigene Abfangen gleich noch ein paar Gebäude mitzuerledigen. Kollateralschaden ist eben auch eine Form von Präzision.
Zielgerichtete Detonationen im Herzen des iranischen Atomprogramms
Die Atomanlage in Isfahan wurde laut Israel also „effizient zerpulvert“. Auch in Fordo und Natans hat man nicht lange gefackelt – schließlich war da ja gelbes Pulver (Yellowcake), das verdächtig nuklear aussah. Wer Uran lagert, darf sich über Feuerwerk nicht wundern.
Die IAEA war übrigens auch informiert – vermutlich via Live-Ticker.
Teheran in Flammen, doch alles unter Kontrolle
Dass in Teheran Wohngebiete getroffen wurden und das Staatsfernsehen 78 Tote zählt, darunter Kinder, Frauen und eine beachtliche Menge an Generälen? Nun ja. Details. Schließlich hatte Israel ja vor dem Angriff den USA Bescheid gesagt – was bekanntlich jede Bombe moralisch adelt.
Diplomatie à la Netanyahu
Premier Netanjahu, Israels moralischer Kompass in Menschengestalt, forderte dann noch die Iraner zum Umsturz auf. Keine halben Sachen: Bombardieren und Demokratie exportieren in einem Rutsch. Die Führung in Teheran sei laut ihm „niemals schwächer als jetzt“ – also der perfekte Zeitpunkt, ihr noch ein bisschen auf die Trümmer zu helfen.
Iran: Kriegserklärung? Wie unhöflich!
Der Iran nennt das Ganze – wie unoriginell – eine „Kriegserklärung“. Präsident Peseschkian verspricht eine „starke Reaktion“, Ayatollah Chamenei kündigt an, Israel „zugrunde zu richten“. Nur das Übliche zwischen Freunden.
Internationale Reaktionen: Bitte hört auf – irgendwann mal
Die IAEA, die EU, die NATO, sogar Russland und die Türkei bitten inständig um Mäßigung – vermutlich per höflich formuliertem E-Mail-Betreff: „Betreff: KEIN ATOMKRIEG BITTE ☹️“
Und ja, auch Frankreich ist jetzt besorgt. Präsident Macron unterstützt Israel, vermutlich in der Hoffnung, dass das Mittelmeer nicht ganz in Flammen aufgeht, solange noch Touristen am Strand liegen.
Fazit: Apokalypse mit Briefkopf
Die Welt beobachtet gebannt, wie zwei Staaten mit Atom-Ambitionen, religiösem Fanatismus und Raketentechnologie gerade Pingpong mit der Region spielen. Man nennt das Geopolitik, andere sagen Wahnsinn mit Uniform.
Aber hey – solange noch niemand den roten Knopf drückt, ist alles im Rahmen der „Verhältnismäßigkeit“.
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