Europa

Atomkraft

jplenio (CC0), Pixabay
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Das französische Energieunternehmen EDF will 2024 in Penly am Ärmelkanal mit den Bauarbeiten für neue Atomreaktoren beginnen. Konkret gehe es um zunächst zwei von bis zu 14 neuen Druckwasserreaktoren (EPR), sagte der zuständige Direktor Gabriel Oblin heute. „Wenn die politischen Entscheidungen zügig fallen, können wir Mitte 2024 dort mit den vorbereitenden Bauarbeiten beginnen.“

Die ersten Reaktoren könnten dann 2035 bis 2037 ans Netz gehen, fügte er hinzu. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte im Februar den Bau von sechs zusätzlichen Atomreaktoren bis 2035 angekündigt. Weitere acht Atomreaktoren könnten folgen.

Allerdings ist der bisher einzige französische EPR-Reaktor in Flamanville noch immer im Bau. Er sollte ursprünglich 2012 ans Netz gehen und 3,3 Milliarden Euro kosten. Der französische Rechnungshof hatte die tatsächlichen Kosten 2020 auf 19 Milliarden Euro geschätzt.

Aktuell wird damit gerechnet, dass Flamanville Ende 2023 ans Netz gehen kann. 2024 soll der Reaktor dann aber wieder abgestellt werden, damit der Reaktordeckel gewechselt werden kann. Der verwendete Stahl hatte Anomalien aufgewiesen.

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