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Atletico fliegt raus – Paris lacht, Botafogo staunt, Seattle winkt zum Abschied

geralt (CC0), Pixabay
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Von Champions keine Spur – zumindest nicht bei Atletico Madrid. Während Paris Saint-Germain mit einem souveränen 2:0 gegen Seattle pflichtgemäß ins Achtelfinale der Club-WM spazierte, lieferten die „Colchoneros“ in der Rose Bowl von Pasadena eine Vorstellung ab, die man getrost unter „zu wenig, zu spät“ abheften darf.

Zwar rang die Simeone-Elf Botafogo ein spätes 1:0 ab, doch nach der peinlichen 0:4-Klatsche gegen Paris zum Auftakt war das torarme Ehrenretterchen so nützlich wie ein Regenschirm im Hurrikan. Drei Teams, sechs Punkte – und Atletico scheidet mit dem schlechtesten Torverhältnis aus. Bitter? Nein. Verdient.

Simeones System: Beton statt Brillanz

Es bleibt das alte Lied: Viel Aufwand, wenig Ertrag. Dass Julian Alvarez auf dem Platz stand, merkte man – leider nur in der Statistik. Dass Griezmann kam, fiel erst in Minute 87 auf, als er einschob. Bis dahin: Ideenarmut, Endlosschleifen über Außen, und ein nicht gegebener Elfer, der eher nach Verzweiflung als nach Skandal roch – denn zuvor hatte Sörloth schon den brasilianischen Strafraum wie ein Bowlingkugel leergeräumt.

Botafogo? Überrascht souverän. Der Copa-Libertadores-Sieger wusste, wann man wachsam bleibt – und wann Atletico sich selbst schlägt.

PSG: Ein Spaziergang mit eingebautem Stolperer

Und Paris? Die ließen gegen Seattle nichts anbrennen, selbst wenn Donnarumma zu Beginn kurz an einer Selbstinszenierung als Clown dachte – und Jesus Ferreira fast zum Helden machte. Doch dann schlug die Realität zurück: Vitinha, Kwarazchelia, Barcola, Hakimi – Namen, die nach Achtelfinale riechen. Paris spielte die US-Boys schwindelig und versprühte dabei genau die Lässigkeit, mit der man Titel holt – wenn man es nicht wieder schafft, sich selbst im Halbfinale ein Bein zu stellen.

Seattle – das freundliche Opfer aus dem Nordwesten

Seattle? Dankbar, dabei gewesen zu sein. Drei Niederlagen, sieben Gegentore, ein bisschen MLS-Flair – und die Erkenntnis: Zwischen Fußballromantik und Weltklasse liegt ein Atlantik.

Fazit:

  • Paris: Favoritengerecht weiter, souverän und wach – dieses Mal.

  • Botafogo: Die brasilianische Renaissance geht weiter – verdient im Achtelfinale.

  • Atletico: Zu spät, zu wenig, zu defensiv. Typisch Simeone – diesmal bestraft.

  • Seattle: Gute Gastgeber, sportlich chancenlos.

Gruppe B steht – Atletico sitzt. Und zwar zu Hause vor dem Fernseher.

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