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Arzneimittel

Ri_Ya (CC0), Pixabay
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Der Bundesrat hat heute am 26. April 2024 eine Resolution verabschiedet, die die Bundesregierung auffordert, durch eine nationale Strategie und entsprechende gesetzliche Maßnahmen die Arzneimittelversorgung, insbesondere für Kinder und Jugendliche, zu stärken. Die Resolution wurde durch Initiativen aus Baden-Württemberg und Bayern angestoßen und hebt die Notwendigkeit hervor, aufgrund der Knappheit bei Kinderarzneimitteln im Winter 2022/2023 zu handeln. Trotz Verbesserungen gibt es immer noch erhebliche Engpässe.

Um diese Engpässe in Zukunft zu vermeiden, betont der Bundesrat die Notwendigkeit, Vorschriften für den Import und die Lagerung von dringend benötigten Medikamenten, besonders für lokale Apotheken, zu erleichtern. Es wird auch gefordert, dass Apotheken mehr Flexibilität beim Medikamentenaustausch erhalten und in Absprache mit Ärzten von verschriebenen, nicht verfügbaren Medikamenten abweichen dürfen, solange diese nicht auf der Substitutionsausschlussliste stehen.

Für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen sollen Apotheken und Arzneimittelhersteller die Möglichkeit bekommen, Fiebersäfte und -zäpfchen einfacher herzustellen und zu vertreiben. Des Weiteren fordern die Länder eine klare nationale Strategie für die Bevorratung von Medikamenten und bessere Anreize für die Pharmaindustrie, um die Produktion und Bereitstellung von essenziellen generischen Medikamenten langfristig sicherzustellen.

Die Resolution wurde bereits an die Bundesregierung weitergeleitet, die nun über das weitere Vorgehen entscheiden wird. Ein genauer Zeitplan für die Umsetzung der Länderforderungen ist derzeit noch nicht festgelegt.

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